Mitarbeiter in Sorge: Zwei Firmen bei Karlsruhe gehen insolvent

Man sieht ein dreieckiges Verkehrszeichen mit rotem Rand, das für eine Baustelle steht. Darunter steht das Wort "Wirtschaft". Es symbolisiert den Zustand der wirtschaftlichen Krise in Deutschland, insbesondere Baden-Württemberg. Zwei Firmen bei Karlsruhe sind insolvent.
Symbolbild © imago/IlluPics

Wieder gibt es bange Blicke in die Zukunft: Zwei Firmen bei Karlsruhe stecken in einer ernsten Krise, die ihre Mitarbeiter in tiefe Verunsicherung stürzt. Niemand weiß, wie es jetzt weitergeht.

Während die Geschäftsführung nach Lösungen sucht, machen sich Existenzängste bei der Belegschaft breit. Bei Karlsruhe sind gleich zwei Firmen insolvent gegangen.

Aufträge brechen weg, Mitarbeiter in Sorge: Zwei Firmen in der Krise

In der Region Karlsruhe sorgen Insolvenzen in der Bauwirtschaft für Verunsicherung. Denn zwei traditionsreiche Unternehmen stellten Ende September Insolvenzanträge und lassen ihre Beschäftigten in großer Ungewissheit zurück. Die Dürrwächter & Friedrich GmbH in Knittlingen und die Horst Klingel GmbH in Oberderdingen meldeten beim Amtsgericht Pforzheim Insolvenz an. Beide Unternehmen, wirtschaftlich und personell eng verflochten, werden von denselben Geschäftsführern geleitet und managen ihre Baustellen gemeinsam. Insgesamt sind von den Insolvenzen rund 50 Mitarbeiter betroffen. Ihre Löhne und Gehälter bleiben zwar bis Ende November gesichert. Aber wie geht es danach weiter? Während die Arbeit auf den Baustellen vorläufig weiterläuft, wächst bei den Beschäftigten die Sorge um ihre Zukunft.

Fehlende Kundenaufträge führten zur Insolvenz der zwei Firmen bei Karlsruhe. Viele Stammkunden leiden nämlich selbst unter den wirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Krisen und können nicht wie gewohnt Aufträge vergeben. Diese Situation brachte den Unternehmensverbund in eine finanzielle Schieflage, die er aus eigener Kraft nicht mehr meistern konnte. Der eingesetzte Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Erbe von der Kanzlei Schultze & Braun prüft derzeit die Sanierungsmöglichkeiten für beide Betriebe. Gleichzeitig sucht er nach Investoren und will diese Suche bis Ende November abschließen. Erste Gespräche mit Interessenten fanden bereits statt.

Lesen Sie auch
Besorgte Anfragen: Plötzlicher lauter Knall mitten in Karlsruhe

Rettungsaktion läuft – doch die Zitterpartie für die Belegschaft setzt sich fort

Trotz der schwierigen Lage zeigen sowohl die Geschäftsführung als auch der Insolvenzverwalter Optimismus. Sie verweisen auf die langjährig gewachsene Nachfrage nach Beratungs- und Bauleistungen als Beleg für ihre Arbeitsqualität. Mit einem Investor könnten die Unternehmen neue Wachstumsimpulse setzen.

Aktuell arbeiten alle Baustellen weiter. Viele Bauherren, darunter die Stadt Knittlingen, halten den Unternehmen die Treue und unterstützen somit die Rettungsbemühungen. Für die Mitarbeiter bleibt die Situation eine Zitterpartie zwischen Hoffnung und der bangen Frage, wie es in den kommenden Wochen weitergeht.

(Quellen: Insolvenzregister, dpa)