Nach 23 Jahren: Karlsruher Traditionsgeschäft schließt Ende Juli

Feinste Patisserie mit einer großen Auswahl an Kuchen liegen in der Auslage in einem Kaffeehaus bereit. Darunter finden sich viele bei den Kunden beliebte Klassiker.
Symbolbild © iStock, Andrii Lysenko

Fast 23 Jahre gehörte der Zuckerbecker zu den festen Adressen in der Karlsruher Südstadt. Ende Juli schließt das Fachgeschäft am Werderplatz seine Türen. Für viele Stammkunden ist das ein Abschied – ganz endet die Geschichte jedoch nicht.

Wer in Karlsruhe auf der Suche nach besonderen Pralinen, hochwertiger Schokolade oder ausgefallenen Tee- und Feinkostspezialitäten war, landete oft beim Zuckerbecker. Seit der Eröffnung im Jahr 2003 entwickelte sich das Geschäft am Werderplatz zu einer festen Größe in der Südstadt. Nun endet dieses Kapitel. Zum 31. Juli stellt Inhaber Axel Becker den stationären Verkauf ein.

Karlsruher Traditionsgeschäft schließt Ende Juli

Den Schritt hat Becker auf der Internetseite seines Unternehmens selbst angekündigt. Nach fast 23 Jahren sei die Zeit für eine Veränderung gekommen. Gleichzeitig macht er seinen Kunden Hoffnung: Ganz verschwindet der Zuckerbecker nicht aus Karlsruhe. Bereits ab Oktober soll das Unternehmen in neuer Form weitergeführt werden. Künftig möchte sich Axel Becker auf den Großhandel konzentrieren und diesen von zu Hause aus betreiben. Außerdem bleiben die beliebten Schokoladen-, Pralinen- und Genussseminare erhalten. Sie sollen künftig ebenfalls in den neuen Räumlichkeiten stattfinden. Für viele Stammkunden bleibt damit zumindest ein Teil des bisherigen Angebots bestehen.

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Mit der Schließung verliert Karlsruhe dennoch ein weiteres inhabergeführtes Fachgeschäft. Gerade kleinere Einzelhändler stehen seit Jahren unter wachsendem Druck. Gestiegene Kosten, verändertes Einkaufsverhalten und die Konkurrenz durch den Onlinehandel machen es vielen Betrieben schwer, wirtschaftlich zu arbeiten. Der Zuckerbecker reiht sich damit in eine Entwicklung ein, die viele Innenstädte beschäftigt.

Es ist endgültig Schluss: Klassisches Handwerk verabschiedet sich

Bis Ende Juli haben Kunden noch Gelegenheit, das Geschäft am Werderplatz zu besuchen. Danach endet der Verkauf in den bisherigen Räumen endgültig. Wer die besonderen Schokoladen, Pralinen oder Feinkostprodukte künftig kaufen oder an einem Seminar teilnehmen möchte, muss sich allerdings nur wenige Monate gedulden.

Für Axel Becker bedeutet die Entscheidung keinen Abschied von seiner Leidenschaft. Statt eines klassischen Ladengeschäfts möchte er sich künftig auf das konzentrieren, was den Zuckerbecker über viele Jahre bekannt gemacht hat: hochwertige Schokolade, handgefertigte Pralinen und genussvolle Erlebnisse rund um das Thema Süßwaren. Damit endet zwar eine Ära am Werderplatz, der Name Zuckerbecker soll in Karlsruhe jedoch erhalten bleiben.

(Quellen: Zuckerbecker, Karlsruhe Erleben)