Nach 23 Jahren: Kultladen in Karlsruher Südstadt steht vor dem Aus

Auf dem Bild ist die Verkaufsfläche einer Bäckerei zu sehen. In der Auslage liegen verschiedene Kuchen und weitere Backwaren, die zum Verkauf bereitstehen.
Symbolbild © imago/F. Anthea Schaap

In der Karlsruher Südstadt geht eine kleine Institution zu Ende: Der bekannte Schokoladen- und Feinkostladen am Werderplatz sucht einen Nachfolger. Inhaber Axel Becker will sein Geschäft im August aufgeben – nach mehr als zwei Jahrzehnten.

Axel Becker eröffnete seinen „Zuckerbecker“ im Jahr 2003 und machte damit seine Leidenschaft für Schokolade zum Beruf. In dem nostalgischen Geschäft verkauft er seitdem erfolgreich köstliche Pralinen, Bruchschokolade, Tee, Kaffee und verschiedene Feinkostprodukte. Viele der Schokoladen entstehen sogar direkt vor Ort in eigener Herstellung.

Es geht zu Ende: Kultladen in Karlsruher Südstadt vor dem Aus

Der kleine Laden am Werderplatz entwickelte sich über die Jahre zu einem Treffpunkt für Genießer. Besucher konnten nicht nur Schokolade kaufen, sondern auch an Seminaren teilnehmen, bei denen die Herstellung von Pralinen oder Schokolade erklärt wird. Eine große Auswahl an internationalen Tees und Kaffees gehört ebenfalls zum Sortiment.

Nach rund 23 Jahren möchte Becker nun jedoch kürzertreten. Der Unternehmer sucht deshalb eine Person, die das Geschäft übernehmen und möglichst weiterführen möchte. Für viele Stammkunden wäre es ein großer Verlust, wenn der Laden ganz verschwinden würde, denn der „Zuckerbecker“ gilt in der Südstadt längst als Kultgeschäft.

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Stammkunden sind traurig und müssen sich verabschieden

Der Standort am Werderplatz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Platz ist ein zentraler Treffpunkt im Viertel, mit Wochenmarkt, Gastronomie und vielen kleinen Läden. Der Laden gehört für viele Anwohner zum gewohnten Bild der Südstadt. Umso trauriger ist es für sie, dass sie sich nun verabschieden müssen und schon bald zum letzten Mal die Leckereien kaufen können.

Wie es mit dem Geschäft weitergeht, ist derzeit noch offen. Becker hofft jedoch, dass sich eine Nachfolge findet, die das Konzept fortführt und dem Laden eine Zukunft gibt. Bis zur geplanten Übergabe im August bleibt der „Zuckerbecker“ zunächst weiterhin geöffnet – und bietet seinen Kunden noch einmal die gewohnten süßen Spezialitäten an.

(Quellen: Betreiberangaben Axel Becker, dpa)