
Es ist das Ende einer Ära: Eine beliebte Kult-Bude verlässt die Karlsruher Mess nun für immer. Die Geschichte hinter dem traurigen Abschied trifft viele Menschen persönlich.
Zum Finale der Karlsruher Mess sagt eine Kult-Bude nach über einem halben Jahrhundert nun Lebewohl. Damit verliert die Fächerstadt eine Ikone.
Ein Stück Karlsruher Herz schließt: Abschied von einer liebgewonnenen Tradition
Es ist der Abend des 10. November. Während das letzte Feuerwerk über dem Messegelände verblasst, endet nicht nur die Karlsruher Mess – für eine echte Legende geht eine Ära zu Ende. „Filders Waffelbude“, die über fünf Jahrzehnte zum festen Inventar der Karlsruher Mess gehörte, wird den Platz nach diesem Abend für immer verlassen. Die Inhaberin Susanne Filder blickt auf 55 Jahre mit ihrer Waffelbäckerei auf der Karlsruher Mess zurück. Den Stand selbst gab es sogar schon 125 Jahre. Sie hatte ihn einst von ihrem Schwiegervater übernommen und führte ihn mit derselben Leidenschaft weiter. Das Grundrezept der Waffeln blieb dabei all die Jahre unverändert, nur die Toppings passten sich dem entsprechenden Zeitgeschmack an.
Hinter der Theke dieser beliebten Kult-Bude auf der Karlsruher Mess spielte sich für Susanne Filder das ganze Leben ab. Sie erlebte, wie sich Paare verliebten, Familien gründeten und Stammkunden mit ihren Enkeln vorbeikamen. Aber auch traurige Momente blieben in Erinnerung, wie der Tod einer Kundin direkt an ihrem Stand, der sie sehr mitnahm. Das Leben als Schaustellerin war für sie reine Freiheit, ein Zuhause auf Rädern. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Bürokratie, komplexe Auflagen und die Schwierigkeit, Personal zu finden, machen das traditionelle Geschäft heute fast unmöglich.
Die gesamte Geschichte der Kult-Bude reicht ganze 125 Jahre zurück
Doch für alle, die diese einzigartige Kult-Bude auf der Karlsruher Mess lieben gelernt haben, gibt es einen Trost: Ganz verschwinden werden die Waffeln nämlich nicht. Wer demnächst Sehnsucht nach dem Geschmack von früher hat, wird auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt fündig. Dort wird die Tradition weiterleben.
(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider-Redakteure, Stadt Karlsruhe)














