Nach Badeunfall: Freibad bei Karlsruhe öffnet wieder seine Tore

Mehrere Rettungskräfte stehen um eine Person herum. An dem See kam es zu einem Badeunfall. der Badegast benötigt Hilfe und den Notarzt. Die Polizei ist ebenfalls bei dem Großeinsatz vor Ort.
Symbolbild © imago/ Sven Simon

Nur wenige Tage nach dem dramatischen Badeunfall mit einem neunjährigen Mädchen dürfen Besucher wieder ins Freibad Waldbronn. Ganz normal läuft der Betrieb allerdings noch nicht. Eine technische Anlage bleibt vorerst abgeschaltet, während die Ermittlungen zum Unfall weitergehen.

Der Badeunfall hat weit über die Region Karlsruhe hinaus für Entsetzen gesorgt. Ende Juni geriet ein neunjähriges Mädchen im Schwimmerbecken in eine lebensgefährliche Situation. Ihre Haare verfingen sich an einer Messwasserentnahmestelle, die das Kind unter Wasser zog. Das Mädchen verlor das Bewusstsein.

Schnelles Hilfe und Wiederbelebung durch Badegäste: Badeunfall im Freibad bei Karlsruhe

Eine Aufsicht und viele Badegäste reagierten sofort, befreiten das Kind und begannen mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Rettungskräfte brachten die Neunjährige anschließend in eine Spezialklinik. Inzwischen befindet sie sich nach Angaben der Behörden außer Lebensgefahr. Unmittelbar nach dem Unfall schloss die Gemeinde das Freibad. Experten untersuchten die technische Anlage und überprüften, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Parallel dazu leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein. Ein Sachverständiger soll nun klären, ob ein technischer Defekt vorlag oder andere Ursachen zu dem schweren Unfall führten.

Nach Abschluss der ersten Untersuchungen öffnet das Freibad jetzt wieder seine Tore. Ganz ohne Änderungen läuft der Betrieb jedoch nicht weiter. Die betroffene Messwasserentnahmestelle bleibt bis auf Weiteres außer Betrieb. Statt automatisch erfolgt die Kontrolle der Wasserqualität vorübergehend auf anderem Weg. Nach Angaben der Gemeinde erfüllen die Ersatzmaßnahmen alle hygienischen Anforderungen, sodass einem sicheren Badebetrieb nichts im Wege stehen soll.

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Ermittlungen laufen: Drama im Freibad kostet Mädchen fast das Leben

Für viele Besucher dürfte die Rückkehr dennoch mit gemischten Gefühlen verbunden sein. Der Vorfall hat gezeigt, wie schnell ein entspannter Badetag lebensgefährlich werden kann. Gleichzeitig betont die Gemeinde, dass sämtliche sicherheitsrelevanten Maßnahmen vor der Wiedereröffnung gemeinsam mit den zuständigen Behörden abgestimmt wurden. Erst nachdem das Landratsamt grünes Licht gegeben hatte, durfte das Freibad wieder öffnen.

Die Ermittlungen laufen unabhängig davon weiter. Die Ergebnisse des Gutachtens sollen zeigen, weshalb das Mädchen unter Wasser gezogen wurde und ob sich ähnliche Unfälle künftig verhindern lassen. Bis diese Fragen beantwortet sind, bleibt die betroffene Anlage außer Betrieb. Nach dem dramatischen Unfall steht die vollständige Genesung der Neunjährigen im Mittelpunkt. Dass sie den Vorfall überlebt hat, verdankt sie vor allem dem schnellen Eingreifen der Badeaufsicht, der Helfer vor Ort und der Rettungskräfte. Ihr entschlossenes Handeln verhinderte, dass aus dem Badeunfall eine noch größere Tragödie wurde.

Quellen: Gemeinde Waldbronn, Polizei Karlsruhe, Landratsamt Karlsruhe