
Endlich ist sie wieder offen: Eine legendäre Kult-Kneipe bei Karlsruhe setzt ihre über 100-jährige Geschichte fort. Das urige Wirtshaus kehrt mit seinem unverwechselbaren Charme zurück.
Ein Stück Geschichte lebt auf: Direkt bei Karlsruhe hat eine der ältesten Kult-Kneipen der Region wiedereröffnet. Jetzt ist jeder dazu eingeladen, dieses einzigartige Ambiente zu entdecken.
Seit 1877: Ein Unikum voller Geschichte und Eigenheiten
Ein fast vergessenes Stück Lokalgeschichte hat wiedereröffnet. Die Traditionskneipe „Eisernes Kreuz“ empfängt nach langer Leerstandszeit wieder Gäste. Denn ein neues Pächterpaar hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ureigenen Charme der seit 1877 existierenden Gaststätte zu bewahren und mit frischem Leben zu füllen. Das Lokal in der Murgstraße der Rastatter Altstadt gilt als echtes Unikum. Es handelt sich um eines der letzten vollständigen Gehöfte mit Scheune, wie sie für das historische „Kalabrich“ und die dörflich geprägten Rastatter Vorstädte typisch waren.
Der Gastraum besticht durch seine urtümliche Einrichtung: holzgetäfelte Wände, eine geschnitzte Holztheke, eine gusseiserne Säule und ein Ofen mit langem Rohr in der Raummitte. Selbst die ungewöhnlichen Details wie die Toiletten auf dem Hinterhof oder die niedrigen Deckenhöhen an einigen Stellen gehören zum besonderen Ambiente. Die Wiedereröffnung der Kult-Kneipe in der Nähe Karlsruhes sorgt besonders bei langjährigen Stammgästen und Ortskundigen für Begeisterung. Viele hatten die Kneipe, die über Generationen ein fester Treffpunkt war, bereits abgeschrieben. Seit dem 1. September hat nun das Ehepaar Melanie und Christian Sprecher die Pacht inne. Sie sehen ihr Engagement als interessantes Experiment, die traditionsreiche Atmosphäre in die heutige Zeit zu retten.
Ambitionen: Neue Wirte, altes Gemäuer und Pläne für die Zukunft
Trotz der aktuellen Unsicherheiten bei größeren Investitionen setzt Familie Sprecher auf ein verlässliches Angebot. Die Kneipe hat somit von Freitag bis Samstag bis 3 Uhr und an den anderen Tagen bis 1 Uhr geöffnet. Zudem sollen regelmäßige Veranstaltungen wie Mottoabende das Programm bereichern. Erste Events wie ein Würfelabend oder ein Handwerkermarkt im Lokal fanden bereits statt, ein Flammkuchenabend ist in Planung.
Die Rückkehr des „Eisernen Kreuzes“ bedeutet für die Barockstadt mehr als nur eine weitere Gastronomieeröffnung. Es ist die Wiederbelebung eines authentischen Stücks Alt-Rastatt, das Erinnerungen wachhält und mit seinem unverfälschten Kneipenflair eine selten gewordene Gemütlichkeit bietet.
(Quellen: Historischer Verein Rastatt, Stadt Rastatt)














