
Das Karlsruher Werk ist das letzte verbliebene Produktionswerk in Deutschland. Nach über 60 Jahren schließt es nun wohl für immer. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat stehen noch aus.
Von der Schließung sind 120 Mitarbeiter betroffen – ein schwerer Schlag für die gesamte Region. Viele hatten gehofft, hier bis zur Rente arbeiten zu können und einen sicheren Job zu haben. Doch das Unternehmen denkt anders.
120 Mitarbeiter betroffen: Karlsruher Werk schließt – Entscheidung gefallen
Die globale Wirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel und viele Betriebe müssen sich neu orientieren, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das gilt insbesondere für europäische Konzerne, die sich gegen die allmächtigen Gigakonzerne in Asien und Amerika behaupten müssen. Inzwischen steht die Schließung eines Karlsruher Betriebs mit 120 Mitarbeitern bevor. Ein Schaltgerätehersteller mit Firmensitz in Österreich hat seinen Produktionsstandort in Karlsruhe geschlossen.
Im Februar dieses Jahres fand ein Führungswechsel statt, der diese neue Entwicklung einleitete. Beim österreichischen Schaltgerätehersteller wechselte nach 17 Jahren die Führungsetage. Harald Zeller arbeitet nun gemeinsam mit drei Kollegen an der Spitze des Unternehmens und möchte seine Expertise zum Gewinn des Unternehmens einsetzen. Ob die Schließung des Werks in Karlsruhe eines der Ergebnisse ist, sei erst einmal dahingestellt. Belege dafür gibt es nicht. Das Unternehmen selbst möchte auf seine Werte und die Kontinuität setzen. Wirtschaftliche Effektivität schließt das natürlich nicht aus.
Neuausrichtung des Unternehmens: Verhandlungen mit dem Betriebsrat stehen noch aus
Man wolle die Produktion in Europa neu ausrichten; Karlsruhe passe scheinbar nicht mehr zum Konzept. Inzwischen beginnen für den Betriebsrat die schwierigen Verhandlungen. Konkrete Ergebnisse gibt es weiterhin nicht. Fraglich ist auch die Situation der 120 Mitarbeiter und ihre Zukunft im Unternehmen. Für die Region ist das ein schwerer Schlag, denn nach 64 Jahren soll das Produktionswerk in Karlsruhe geschlossen werden. Der österreichische Schaltgerätehersteller Kraus und Naimer hat sich dagegen entschieden. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es eine Lösung für die vielen Mitarbeiter gibt.
(Quellen: Kraus & Naimer, dpa)














