
In Karlsruhe gingen gestern Hunderte auf die Straße, um ein klares Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Der internationale Gedenktag markierte den Start der sogenannten „Orange Days“.
Es handelt sich dabei um eine Kampagne, die noch bis Dezember das Bewusstsein für dieses wichtige Thema schärft. Deshalb haben sich gestern beim Auftakt Hunderte Karlsruher gegen die Gewalt auf den Straßen eingesetzt.
Von der Demo in die Stadt: Karlsruhe wird für 16 Tage orange
Gestern sind in der Karlsruher Innenstadt zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Anlass war der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. Die Demonstration, zu der das Feministische Treffen Karlsruhe aufgerufen hatte, startete am Stephanplatz. Unter dem Motto, die Wut gegen all die Gewalt, die uns und unseren Schwestern widerfährt, auf die Straße zu tragen, zogen die Teilnehmer mit Blumen und Kerzen zum Kronenplatz. Dort fand gegen 19 Uhr eine bewegende Abschlusskundgebung statt, die mit einer Schweigeminute für die getöteten Frauen endete.
Mit diesem wichtigen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen begannen gleichzeitig auch über Karlsruhe hinaus die internationalen „Orange Days“. Diese Kampagne der Vereinten Nationen schärft jedes Jahr 16 Tage lang das Bewusstsein für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Frage, ob das Thema noch relevant ist, beantworten erschreckende Zahlen der UN. Diesen zufolge wird jede dritte Frau weltweit mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer oder psychischer Gewalt.
Schön, aber erschütternd: Die tragische Zahl, die hinter den orangenen Fahnen steckt
Die Stadt Karlsruhe und viele lokale Institutionen beteiligen sich mit sichtbaren Aktionen an der Kampagne „Orange the World“. So hissen Organisationen im gesamten Stadtgebiet orangefarbene Fahnen und Denkmäler in der Innenstadt sind als Zeichen der Solidarität in orange Tücher gehüllt.
Die „Orange Days“ laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen. Auf der Website der Stadt Karlsruhe finden sich alle Hintergründe, lokale Veranstaltungen sowie konkrete Unterstützungs- und Beratungsangebote für Betroffene. Jeder kann dazu beitragen, das Schweigen zu brechen, indem er die Informationen im persönlichen Umfeld teilt.
Die gestrige Demo war somit ein kraftvoller Auftakt für weitere Aktionen. Karlsruhe ruft dazu auf, sich in den kommenden Wochen zu informieren, Haltung zu zeigen und sich für eine Stadt einzusetzen, in der alle Menschen frei von Angst und Gewalt leben können.
(Quellen: Feministische Treffen Karlsruhe, Stadt Karlsruhe)













