Nächster Brand durch Hitze: Feuerwehr kämpft gegen Flammen

Auf dem Bild ist eine Einsatzszene zu sehen, in der zwei Feuerwehrleute in voller Schutzkleidung auf einer ausgefahrenen Drehleiter gegen einen Großbrand vorgehen. Dichter, dunkler Rauch erfüllt den Himmel.
Symbolbild © imago/5VISION.NEWS

Das extreme Wetter zeigt immer drastischere Folgen: Bei Malsch musste die Feuerwehr mit einem Großaufgebot ausrücken, nachdem sich ein durch Hitze ausgelöster Brand rasend schnell über abgeerntete Felder ausgebreitet hatte.

Die Gluthitze zeigt ihre gefährliche Seite: Innerhalb kürzester Zeit schlagen Flammen hoch, Einsatzkräfte rücken mit einem Großaufgebot aus – und das war erst der Anfang.

Großaufgebot verhindert Schlimmeres

Die Rekordhitze sorgt nicht nur für schweißtreibende Tage, sondern bringt auch eine wachsende Gefahr mit sich. Am Samstag musste die Feuerwehr bei Malsch zu einem größeren Flächenbrand ausrücken. Nahe der Kiesgrube zwischen der B3 und der A5 hatten sich mehrere Brandstellen entwickelt, die sich wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen rasend schnell ausbreiteten. Betroffen waren mehrere bereits abgeerntete Getreidefelder mit einer Gesamtfläche von rund 1.000 Quadratmetern. Zudem gerieten mehrere Strohballen in Brand.

Nur durch das schnelle und koordinierte Eingreifen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Insgesamt waren mehr als fünfzehn Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. Unterstützung kam nicht nur von den Feuerwehren aus Rastatt und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Auch Teilnehmer eines zeitgleich stattfindenden Fahrertrainings für geländegängige Einsatzfahrzeuge halfen bei der Brandbekämpfung. Zu ihnen gehörten unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehr Tuttlingen. Rund siebzig Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Zusätzlich unterstützten drei Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Ettlingen, ein Rettungswagen sowie die DRK-Ortsbereitschaft Malsch den Einsatz. Um versteckte Glutnester zu beseitigen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern, zog ein Landwirt mit einer Bodenbearbeitungsmaschine Schneisen durch die betroffenen Felder.

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Rekordhitze verschärft die Lage

Dass die Brandgefahr derzeit besonders hoch ist, zeigt auch ein Blick auf die Temperaturen. In Waghäusel-Kirrlach wurden 40,6 Grad gemessen – ein neuer Hitzerekord in Baden-Württemberg. Zudem registrierte der Deutsche Wetterdienst im Saarbrücker Ortsteil Burbach sogar 41,3 Grad – der höchste Wert deutschlandweit.

Die extreme Hitze sorgt inzwischen auch in anderen Bereichen für Probleme. Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen empfehlen, auf nicht unbedingt notwendige Reisen im Fern- und Regionalverkehr am Wochenende möglichst zu verzichten. Gleichzeitig boomt die Nachfrage nach mobilen Klimageräten. Experten raten, beim Neukauf auf ein möglichst energieeffizientes Modell mit grünem Energielabel zu achten. Ebenso wichtig ist ein umweltfreundliches Kühlmittel wie Propan. Wer sich für ein gebrauchtes Gerät entscheidet, sollte besonders auf saubere Filter und eine gründliche Hygiene achten.

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe, Deutscher Wetterdienst)