Neue Deponie bei Karlsruhe geplant: Viele Bürger betroffen

Auf dem Bild ist ein großer Haufen Bauschutt zu sehen. Der Schutt besteht aus Beton, Ziegeln und Steinen und liegt ungleichmäßig auf einem Gelände aufgeschichtet.
Symbolbild © imago/Zoonar

Der Landkreis Karlsruhe plant eine neue Nutzung für die frühere Hausmülldeponie in Bruchsal. Mit der Planung für die neue Deponie bei Karlsruhe soll dort künftig belasteter Bauschutt entsorgt werden.

Der Kreistag des Landkreises Karlsruhe hat eine wichtige Entscheidung zur künftigen Abfallentsorgung getroffen. Die ehemalige Hausmülldeponie in Bruchsal soll künftig Materialien aufnehmen, die wegen ihrer Belastung nicht recycelt werden können.

Belasteter Bauschutt: Karlsruhe plant neuen Entsorgungsstandort

Mit dem Plan reagiert der Landkreis auf den steigenden Bedarf an geeigneten Entsorgungsflächen für mineralische Abfälle. Die Mitglieder des Kreistags stimmten dem Vorhaben einstimmig zu und schufen damit die Grundlage für die weiteren Planungen.
Der Landkreis Karlsruhe kämpft bereits seit vielen Jahren mit fehlenden Möglichkeiten zur Entsorgung belasteter Baustoffe. Schon seit 2005 stehen im Kreisgebiet keine eigenen Kapazitäten mehr zur Verfügung, weshalb Abfälle auf Deponien außerhalb des Landkreises gebracht werden mussten. Besonders Anlagen in anderen Regionen übernahmen bislang einen großen Teil dieser Materialien. Doch die verfügbaren Flächen dort nähern sich zunehmend ihrer Auslastungsgrenze. Dadurch wächst der Druck auf Kommunen und Entsorgungsunternehmen, neue Standorte zu schaffen.

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Deponie bei Karlsruhe geplant

Die Entscheidung für einen neuen Deponiestandort könnte langfristig Auswirkungen auf zahlreiche Bau- und Abrissprojekte in der Region haben. Belastete Materialien fallen regelmäßig bei Sanierungen, Straßenarbeiten oder dem Rückbau älterer Gebäude an. Dazu gehören unter anderem asbesthaltiger Bauschutt, verunreinigter Boden sowie bitumen- oder teerhaltige Stoffe. Fehlen geeignete Entsorgungsorte, verzögern sich häufig Projekte oder verursachen höhere Kosten.

Nach dem Beschluss des Kreistags beginnt nun die konkrete Vorbereitung des Projekts in Bruchsal. Die Kreisverwaltung startet zunächst ein umfangreiches Planungsverfahren und beantragt danach die notwendigen Genehmigungen. Nach Angaben des Landkreises kann dieser Prozess mehrere Jahre dauern. Ausschlaggebend für die Standortentscheidung war unter anderem, dass die benötigten Flächen bereits vorhanden sind und die technische Infrastruktur auf dem Gelände genutzt werden kann.
(Quellen: Landkreis Karlsruhe, Kreistag Karlsruhe, Stadt Bruchsal, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)