Neue Masche: Betrüger treiben Unwesen im Großraum Karlsruhe

Vor einem Ladengeschäft steht ein Polizeiwagen. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz und hat das Geschäft mit Blaulicht umstellt. Sie versucht, die Täter, die ihr Unwesen treiben, zu stellen.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Sie geben sich als vertrauenswürdige Beamte aus – doch ihr Ziel ist schnelles Geld. Aktuell treiben wieder Betrüger ihr Unwesen. Mit diesen Tipps durchschaut man die Masche jedoch sofort.

Die Warnung kommt nicht zu früh: Wieder treiben Betrüger ihr Unwesen in der Region. Mit einer dreisten Masche zielen sie auf unser Hab und Gut.

Bei dieser perfiden Masche missbrauchen die Täter das Vertrauen in die Polizei

Immer wieder versuchen Kriminelle, über das Telefon an das Ersparte ahnungsloser Bürger zu gelangen. Zwei aktuelle Fälle aus Baden-Württemberg zeigen jedoch eindrücklich, dass Wachsamkeit und Skepsis sich auszahlen. Während im September noch eine einzelne Brettener Vorwahl für über 13.000 Betrugsanrufe genutzt wurde und dabei 350.000 Euro Schaden nur knapp verhindert werden konnte, scheiterten die Täter im November im Kreis Göppingen kläglich. Die Betrüger trieben ihr Unwesen mit einer altbekannten, aber immer wieder erfolgreichen Masche: Sie riefen Anfang November in Uhingen und Wangen an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Mit der erfundenen Geschichte von Einbrechern in der Nachbarschaft versuchten sie, ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bewegen.

Doch diesmal ging die Rechnung nicht auf – in allen der mehr als 20 gemeldeten Fälle brachen die angerufenen Bürger das Gespräch ab und informierten die echte Polizei. Bereits im September war die Kriminalpolizei Freiburg einer ähnlichen Betrugsmasche auf die Schliche gekommen. Damals hatten die Betrüger ihr Unwesen mit einer Telefonnummer mit Brettener Vorwahl getrieben, um bundesweit anzurufen. Ein Tatverdächtiger wurde schließlich bei einer Geldübergabe festgenommen, die Nummer konnte abgeschaltet werden.

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Vom Anruf zur Festnahme: Die Beamten stellen klar, dass sie so etwas nie tun würden

Ganz wichtig: Die Polizei betont, dass echte Beamte niemals am Telefon nach Bargeld oder Wertsachen fragen würden. Sie rät dazu, im Zweifelsfall sofort aufzulegen und selbstständig die 110 zu wählen – ohne Rückruftaste. Besonders gefährdet sind laut Polizei ältere Menschen, deren vollständige Vornamen in Telefonverzeichnissen stehen. Ein abgekürzter Vorname oder die Löschung aus dem Verzeichnis kann hier vor unerwünschten Anrufen schützen.

Die erfolgreiche Abwehr der Betrugsversuche im Kreis Göppingen beweist: Die Aufklärungsarbeit der Polizei wirkt. Immer mehr Bürger erkennen die Masche und handeln richtig. Und die Verbrecher bekommen, was sie verdienen.

(Quellen: dpa, Verbraucherzentrale, Polizei Karlsruhe)