Neue Masche: Klima-Aktivisten greifen Autos in Karlsruhe an

Falschparker auf Straße.
Symbolbild © istockphoto/vinhdav

Bei einer neuen Aktion haben Klima-Aktivisten mehrere Autos in Karlsruhe angegriffen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben sich einige Aktivisten an den Fahrzeugen zu schaffen gemacht. Im Visier waren vor allem teure SUVs.

Von Donnerstag, den 13. Juli, auf Freitag, den 14. Juli, führten Klima-Aktivisten eine ganz besondere Aktion durch. Sie griffen gezielt Autos in Karlsruhe an. Im Visier hatten die Aktivisten vor allem teure SUVs. 26 geparkte Autos konnten am nächsten Tag nicht wie gewohnt losfahren, weil sie keine Luft mehr in den Reifen hatten.

Klima-Aktivisten greifen Autos in Karlsruhe an

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe ließen die Klima-Aktivisten die Luft aus den Reifen der Autos. Fahrzeuge in sechs bis sieben Straßen waren von der Aktion betroffen. Man kann sich ziemlich sicher sein, wer dahintersteckt, denn die Klima-Aktivisten, welche die Autos in Karlsruhe angriffen, hinterließen ein Flugblatt. Darauf informierten sie über die Klimaerwärmung und ihre Folgen. Durch einen gezielten Griff an die Ventile gelang es den Aktivisten, unbemerkt die Luft aus den Reifen der Fahrzeuge zu lassen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, um die Täter zu fassen. Geschädigte sowie Beobachter können sich unter der Telefonnummer 0721-6665555 bei der zuständigen Polizeidienststelle melden.

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Nach Vorfällen im März: Erneut Autos angegriffen

Bereits im März hatten Klima-Aktivisten in Karlsruhe Luft aus Autoreifen gelassen. Damals waren 24 Fahrzeuge betroffen. Außerdem wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht, denn den Aktivisten ist es wichtig, dass die Betroffenen wissen, warum sie am nächsten Tag nicht mehr fahren können. Bis heute konnten die Täter der Attacke im März nicht ermittelt werden. Die Chancen, die Verantwortlichen zu finden, stehen auch bei diesem Einsatz nicht besonders gut. In diesem Fall handelt es sich zwar um reine Sachbeschädigung, man wolle aber einen politischen Hintergrund nicht ausschließen, so die Polizei. Obendrein wolle man die Vorfälle vom März in die laufenden Ermittlungen miteinbeziehen, um dieses Mal bei der Suche nach den Tätern hoffentlich erfolgreich zu sein. Ob das gelingt, wird sich zeigen.