Neues Pilotprojekt: Roboter übernehmen Aufgaben in Karlsruhe

Ein Roboter steht in einem Restaurant und serviert Speisen und Getränke den Gästen. Er trägt ein Tablett aus Holz, auf dem verschiedene Gerichte und Gläser stehen.
Symbolbild © istockphoto/onurdongel

Roboter übernehmen Aufgaben in Karlsruhe: Schon in naher Zukunft sollen sie unter anderem Grünflächen pflegen, Waren transportieren und sogar für unsere Sicherheit sorgen. Doch viele Bürger bleiben skeptisch.

Bei dem Pilotprojekt in Karlsruhe sollen Roboter künftig Aufgaben im öffentlichen Raum übernehmen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit einer Million Euro.

Karlsruhe wird zum Roboterlabor: Eine Million Euro fließt in das Testfeld

Roboter, die durch Parks patrouillieren. Maschinen, die Grünflächen pflegen. Autonome Systeme, die in dunklen Unterführungen für Sicherheit sorgen. In Karlsruhe wird das bald schon alles Realität sein. Denn die Fächerstadt wird zum Testfeld für urbane Robotik – und das Land Baden-Württemberg nimmt dafür rund eine Million Euro in die Hand. Schon bis Mitte 2027 soll am Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe ein Testfeld entstehen, auf dem robotische Systeme im städtischen Raum erprobt werden. Die Vision: Roboter, die den Alltag der Menschen erleichtern – durch Transportdienste, Assistenz oder Reinigungsarbeiten. Sie sollen somit Versorgungslücken schließen, wo menschliche Arbeitskraft fehlt.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht darin ein Zukunftsfeld mit enormem Potenzial. Urbane Robotik stärke die technologische Leistungsfähigkeit, eröffne neue Geschäftsmodelle und sichere die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs. Doch der Einsatz von Robotern im öffentlichen Raum ist auch heikel. Nicht wenige Bürger dürften die Entwicklung mit gemischten Gefühlen verfolgen. Ein Überwachungsroboter im Park? Für manche ein Sicherheitsgewinn – für andere ein unheimliches Szenario. Hinzu kommt die Sorge um Arbeitsplätze: Werden Gärtner, Reinigungskräfte und Sicherheitspersonal durch Maschinen ersetzt? Und droht uns eine Stadt, die immer kälter und unpersönlicher wird? Werden die Menschen die Roboter überhaupt akzeptieren?

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Fortschritt und Unbehagen, Überwachung oder Sicherheit: Roboter sorgen für gemischte Gefühle

Das Testfeld soll genau diese Fragen beantworten. Dabei bietet es Unternehmen eine Plattform, um ihre Systeme unter realen Bedingungen niedrigschwellig und praxisnah zu testen. Doch auch regulatorische Rahmenbedingungen und die gesellschaftliche Akzeptanz möchte man hier erforschen.

Karlsruhe wird damit zur Versuchsstadt für eine Zukunft, in der Roboter zum Stadtbild gehören. Ob als Helfer oder als Überwacher – das wird sich zeigen.

(Quellen: Stadt Karlsruhe, Forschungsinitiative des KIT)