Niedrigwasser: Zwei Rheinfähren bei Karlsruhe sind außer Betrieb

Der Blick fällt von einem steinernen Steg aus auf das Ufer des Rheins. In der Ferne sieht man das gegenüberliegende Ufer sowie mehrere Boote, die sich auf dem Wasser befinden.
Symbolbild © imago/BREUEL-BILD

Die extreme Dürre zeigt nun die nächsten Folgen: Zwei Rheinfähren bei Karlsruhe sind aufgrund des Niedrigwassers außer Betrieb. Laut aktuellen Einschätzungen werden sie dies wohl in der nächsten Zeit auch bleiben.

Nun hat das Extremwetter auch Auswirkungen auf den Fährbetrieb. Bei Karlsruhe sind derzeit gleich zwei Rheinfähren außer Betrieb. Vorerst liegen keine Fakten vor, die dafür sprechen, dass sich dies so schnell ändern wird.

Extreme Hitze und Trockenheit: Pegel sinken deutschlandweit

Die anhaltende Dürre und ausbleibende Niederschläge haben in Deutschland zu einer kritischen Niedrigwassersituation geführt. Nahezu jeder zweite Landkreis ist inzwischen von sinkenden Flusspegeln und schrumpfenden Grundwasserreserven betroffen. Der Bund meldet, dass Deutschland in den letzten 25 Jahren Wassermengen im Umfang des gesamten Bodensees verloren hat. Auch der Rhein befindet sich in einem kritischen Zustand. So ist an der für die Binnenschifffahrt entscheidenden Engstelle Kaub der Pegel auf unter 30 Zentimeter gefallen. Schiffe können teils nur noch zu einem Viertel beladen werden.

Zwei Rheinfähren bei Karlsruhe sind außer Betrieb: „Einfach zu wenig Wasser“

Auch auf den Fährbetrieb wirken sich die niedrigen Pegel aus. An der Messstelle Karlsruhe-Maxau kann der Fährbetrieb mit einem Rheinpegel von 3,16 Metern nicht mehr aufrecht erhalten werden. Damit liegt der Wasserstand unter den 3,50 Metern, die für einen Betrieb als Mindest-Pegel vorgeschrieben sind. Die Autofähre „Baden-Pfalz“ in Rheinstetten-Neuburgweier und die Schnelllastfähre „Peter Pan“ in Leopoldshafen stellen bis auf Weiteres ihren Betrieb ein.

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Wann die Fähren ihren Betrieb wieder aufnehmen, steht bislang noch nicht fest. Eigentlich sollte der Fährbetrieb wieder ab dem 29. Juli möglich sein. Da der Rhein-Pegel jedoch weiterhin einen so niedrigen Stand aufweist, gilt die Einstellung nun weiterhin bis zum 9. August. Für die nächsten Tage stehen laut Wetterprognosen keine heftigeren Regenschauer an. Doch genau die braucht es, damit die Pegel wieder steigen. Am 8. und 9. August soll es regnen. Wie viel Niederschlag dies ergibt und wie die Auswirkungen auf den Wasserstand sein werden, steht jedoch noch aus. Bis dahin müssen sich die Bürger also gedulden.

(Quellen: Rheinfähre Neuburg, Rheinfähre Leimersheim, WSV)