
In der Karlsruher Innenstadt stehen immer mehr Schaufenster leer. Ab April ist ein großer Teil der Einkaufsstraße nicht mehr begehbar. Das dürfte viele Karlsruher ärgern.
Anfang April beginnt die Großbaustelle. Das hat Folgen für die gesamte Karlsruher Innenstadt. Schon jetzt bleiben immer mehr Schaufenster leer. Das gibt ein trauriges Bild ab. So soll es weitergehen.
Großbaustelle legt Innenstadt lahm
Noch vor dem Fest der Sinne am 22. und 23. April in Karlsruhe fällt der Startschuss für eine Großbaustelle in der Innenstadt. Unterirdisch hat man den Tunnel für die U-Strab fertiggestellt. Oberirdisch finden die nächsten Bauarbeiten in der Kaiserstraße statt. Dort tauscht die Stadt Leitungen aus und verlegt ein neuer Bodenbelag.
Die Bauzeit liegt derzeit bei bis zu acht Jahre. Das Ganze geht nicht spurlos an der Innenstadt vorbei. Schließlich verändert die Baustelle das gesamte Stadtbild und gefährdet sogar einige Existenzen. Ganz so unerfahren geht Karlsruhe nicht in die Situation gehen. Schließlich kennt man sich nach zwölf Jahren Kombibau und Marktplatz Umbau mit Großbaustellen in der Stadt aus.
Leere Schaufenster: Großbaustelle in der Innenstadt
Die gesamte Bauphase wird in kleineren Abschnitten geplant. Begonnen wird in der Kreuzstraße und in der Ritterstraße. Die erste Baumaßnahme wird etwa zweieinhalb Jahre dauern. Die Erreichbarkeit der Stadt möchte man durch diese Baustelle nicht zu stark beeinträchtigen, so der zuständige Mitarbeiter des Karlsruher Citymarketings. Für die Gestaltung der Baustellenränder gibt es kreative Ideen. Im Gespräch sei zum Beispiel ein riesiger Sandkasten für Kinder.
Zunächst ist es ein trauriger Anblick, wenn immer mehr Schaufenster in der Karlsruher Innenstadt leer bleiben. Noch will man mit Plakaten die Menschen einladen, sich am Wandel zu beteiligen. Derzeit sind sei man mit Gastronomen und Einzelhändlern im Gespräch, um die leer stehenden Immobilien wieder zu beleben. Teilweise gibt es Interesse von System-Gastronomieketten, nach Karlsruhe zu kommen.
Man will Karlsruhe und vor allem die Innenstadt nicht nur als Handelsplatz, sondern als Bühne und Gesamterlebnis verstehen. Individualität und Vielfalt stehen dabei im Vordergrund. Allein aus dem Programm „Zukunftsfähige Städte und Zentren“ fließen vier Millionen Euro vom Bund direkt nach Karlsruhe. Damit soll ein urbanes Flanierviertel entstehen, wobei der Marktplatz der Hotspot für Besucher und Touristen bleibt.














