
Die Zukunft ist in Karlsruhe angekommen. Zumindest im Kreis Karlsruhe setzt eine Gemeinde jetzt auf selbstfahrende E-Busse ohne Fahrer und Lenkrad. Die ersten Fahrgäste sind bereits an Bord.
Zugegeben, nicht jeder würde sich in ein Auto setzen, in dem es überhaupt keinen Fahrer gibt. Doch eine Gemeinde bei Karlsruhe testet jetzt selbstfahrende E-Busse – die Transportmöglichkeit der Zukunft. Die Fahrzeuge haben nicht einmal ein Lenkrad.
Selbstfahrende E-Busse bei Karlsruhe auf der Straße
Die Neugierde ist groß, wenn es um autonomes Fahren geht – ebenso groß wie die Skepsis. Schließlich legt man sein Leben in die Hände künstlicher Intelligenz. Bei Karlsruhe testet eine Gemeinde jetzt vollkommen neue, autonom fahrende E-Busse ohne Lenkrad und Fahrer. Die ersten Fahrgäste haben bereits ihre Runden gedreht.
Bislang sind die Busse erst einmal auf einem fest gesteckten Parcours in Bad Schönborn unterwegs. Die Gemeinde befindet sich im Kreis Karlsruhe und ist einer der Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Die kleinen Busse haben nicht einmal ein Lenkrad und auch keinen Fahrer, dennoch halten sie an der roten Ampel am Parcours automatisch an. Die kleinen roten Busse können auf einmal bis zu acht Personen transportieren. Aus Sicherheitsgründen gibt es vor Ort immer noch einen Fahrer, der eingreifen kann. Niemand setzt also seine Sicherheit aufs Spiel. Ein Vorteil: Durch eine spezielle Rampe können sogar Rollstuhlfahrer problemlos einsteigen.
Hohe Kosten: Bürokratie verhindert Bus auf öffentlichen Straßen
Der kleine rote E-Bus ist Teil eines Projekts des Landes Baden-Württemberg namens „Autonomes Fahren“. Interessierte Gäste haben die Möglichkeit, sich für eine Probefahrt anzumelden. Der kleine rote Bus fällt sofort auf. Er kommt aus Klagenfurt und wurde von der österreichischen Firma Suraaa hergestellt. In ganz Europa gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine selbstfahrenden Busse, die auf einen Fahrer verzichten, der im Ernstfall eingreifen kann. Die Technologie befindet sich also weiterhin in der Entwicklung.
Es bleibt abzuwarten, ob die kleine Gemeinde schon bald einen ersten selbstfahrenden E-Bus auf ihren Straßen einsetzen kann. Das größte Hindernis ist einmal mehr die Bürokratie in Deutschland. Jahrelang hat die Gemeinde Schönborn versucht, den Bus unter Auflagen im öffentlichen Raum einzusetzen. Doch allein ein 14-tägiger Probebetrieb hätte fast 100.000 Euro gekostet – eine Summe, die nicht jeder aufbringen kann. Genau deshalb fährt der Bus erst einmal nur auf Privatgelände.
(Quellen: SWR, DPA, Gemeinde Schönbronn)














