Orkan wütet in Karlsruhe: Zahlreiche Einsätze – „enormer Schaden“

Ein Orkan hat in einem Dorf oder einer Stadt großen Schaden angerichtet. Er fegt durch eine Straße, diese ist völlig zerstört. Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz. Es herrscht Katastrophenalarm.
Symbolbild © imago/Bernd März

In vielen Teilen Deutschlands haben die Menschen eine unruhige Nacht hinter sich. Auch in Karlsruhe wütete der Orkan Kirk besonders heftig. Er hinterließ enorme Schäden. Feuerwehr und Polizei mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Der Sturm gelangte über den Atlantik auf das Festland und bewegte sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit einer verheerenden Zerstörungswut über Süddeutschland hinweg. Er entwurzelte Bäume und führte zu zahlreichen Unfällen. Auch die Einsatzkräfte in Karlsruhe hatten bis in die Morgenstunden jede Menge zu tun.

Enorm hoher Schaden: Dutzende Einsätze von Polizei und Feuerwehr

Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Neben Karlsruhe war auch der Schwarzwald stark betroffen. Dutzende Male mussten Polizei und Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Auch der Bahnverkehr musste zeitweise eingestellt werden. Vor allem in den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz. Allein in Karlsruhe gab es nach offiziellen Angaben rund 45 Einsätze. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 80.000 Euro. Auch die B36 musste in der Nacht zum Donnerstag zeitweise voll gesperrt werden. Mehrere Fahrzeuge waren offenbar mit umgestürzten Bäumen kollidiert. Verletzt wurde bei den Unfällen glücklicherweise niemand. Die Karlsruher Wochenmärkte wurden am Donnerstag vorsorglich abgesagt.

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Große Gefahr durch Orkan in Karlsruhe

Neben Karlsruhe musste das Technische Hilfswerk auch am Bodensee ausrücken. Die Wellen auf dem Wasser waren so hoch, dass mehrere Segelboote gefährdet waren. Außerdem kam es in mehreren Gemeinden zu Stromausfällen. Auch der öffentliche Nahverkehr hatte Probleme, den normalen Fahrplan einzuhalten. Einige Linien fielen ganz aus, andere fuhren nur mit großer Verspätung. So waren zum Beispiel bei der Merkur-Bergbahn in Baden-Baden Bäume auf die Gleise gefallen, wodurch die Bahn zunächst nicht fahren konnte. Erst nach der Bergung der Bäume und der Sicherung der Unfallstelle war die Strecke wieder frei. Nun laufen überall die Aufräumarbeiten und es bleibt zu hoffen, dass es in Karlsruhe und Umgebung bei Sachschäden geblieben ist und keine Personen zu Schaden gekommen sind.