Per Gutachten: Kult-Ausflugsziel bei Karlsruhe bleibt gesperrt

Ein Zaun und ein Verbotsschild sperren einen Bereich in einem Stadtgebiet ab, sodass kein Fahrzeug, Radfahrer oder Fußgänger diesen Bereich befahren oder betreten darf. Weil die Gefahr zu groß ist, hat man ein Kult-Ausflugsziel bei Karlsruhe für die Öffentlichkeit gesperrt.
Symbolbild © imago/Eibner

Ein geschichtsträchtiges Kult-Ausflugsziel in der Region Karlsruhe ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Auf Basis eines aktuellen Gutachtens haben die Behörden die sofortige und dauerhafte Sperrung angeordnet.

Die Gefahr ist einfach zu groß. Deshalb hat ein alarmierendes Gutachten zur drastischen Schließung eines Kult-Ausflugsziels bei Karlsruhe geführt.

Für Besucher zu gefährlich: Das Gutachten, das alle Hoffnungen begrub

Es ist das abrupte Ende einer langen Geschichte: Die malerische Klosterruine Frauenalb im Albtal, ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Ausflügler aus der gesamten Region, ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr zugänglich. Aufgrund akuter Steinschlaggefahr hat das Landratsamt Karlsruhe das beliebte Kult-Ausflugsziel nahe der Fächerstadt bis auf Weiteres vollständig gesperrt. Auch alle für 2025 und 2026 geplanten Veranstaltungen wurden gestrichen.

Die drastische Maßnahme folgt auf ein verheerendes Gutachten. Bereits bei routinemäßigen Sanierungsarbeiten waren zunehmende Schäden am historischen Mauerwerk aufgefallen. Die daraufhin angeordnete detaillierte Untersuchung lieferte nun das befürchtete Ergebnis: Die Bausubstanz ist in einem Zustand, der eine akute Gefahr für Besucher darstellt. Um das gesamte Ausmaß der Schäden festzustellen, laufen derzeit weitere Untersuchungen. Ein Termin für eine mögliche Wiedereröffnung ist nicht absehbar.

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Aus dem Problem entsteht eine neue Lösung: Spendenaktion für ein „Baudenkmal in Not“

Während die Ruine indessen hinter Bauzäunen verschwindet, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für einen langen und kostspieligen Rettungsversuch. Die Stiftung Frauenalb, die für den Erhalt des Denkmals verantwortlich ist, hat bereits Förderanträge gestellt. Parallel dazu wurde die Spendenaktion „Baudenkmal in Not“ ins Leben gerufen, um die dringend benötigten Mittel für die Sicherung und Sanierung der ehemaligen Benediktinerinnenabtei zusammenzubringen.

Das Kloster Frauenalb blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Seine Gründung im 12. Jahrhundert ist sogar mit einer gespenstischen Jagdlegende verbunden. Inzwischen steht jedoch sein Erbe auf dem Spiel. Die Spendenaktion soll verhindern, dass das historische Gemäuer, das einst ein geistliches und kulturelles Zentrum war, weiter verfällt und für künftige Generationen ganz verloren geht.

(Quellen: Klosterruine Frauenalb, Gutachten der Stadt Marxzell)