
Es könnte eigentlich alles so schön sein. Doch das Personal fehlt und so fallen in Karlsruhe jetzt einfach Bahnen aus. Die Fahrgäste sind damit – wie so oft – die Leidtragenden.
Auch hier fehlt das Personal augenscheinlich an allen Ecken und Enden. In Karlsruhe fallen jetzt einfach Bahnen aus, sodass die Fahrgäste nun auf andere Verbindungen ausweichen müssen. Für die Betroffenen bedeutet dies vor allem eine deutlich unzuverlässigere Mobilität im Alltag.
Anstieg der Belastung und Zunahme der Gefahr von Überlastung
Der aktuelle Fachkräfte- und Personalmangel betrifft viele Bereiche und stellt Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen vor große Herausforderungen. Besonders betroffen sind beispielsweise das Gesundheitswesen, die Pflege, das Handwerk, die Gastronomie und der öffentliche Nahverkehr, weil dort viele Arbeitskräfte fehlen. Dadurch können Aufgaben teilweise nicht rechtzeitig erledigt werden, sodass sich Wartezeiten verlängern und Leistungen eingeschränkt werden. Gleichzeitig müssen die vorhandenen Beschäftigten häufig zusätzliche Aufgaben übernehmen, wodurch die Belastung steigt und die Gefahr von Überlastung zunimmt. Viele Betriebe suchen Personal, finden aber nur schwer geeignete Fachkräfte. Weil das Personal fehlt, fallen jetzt in Karlsruhe einfach Bahnen aus.
Ausreichend Personal für Zuverlässigkeit notwendig
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hat eine zentrale Bedeutung für die Mobilitätswende und den Klimaschutz, weil künftig deutlich mehr Busse und Bahnen eingesetzt werden sollen. Gleichzeitig verschärft sich jedoch der Fachkräftemangel, sodass bis 2030 rund 110.000 neue Beschäftigte in der Verkehrsbranche erforderlich sind. Besonders betroffen sind Bus- und Bahnunternehmen, da viele Mitarbeitende der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Bereits heute fehlen deutschlandweit etwa 20.000 Busfahrer sowie rund 3.000 Triebfahrzeugführer. In den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) arbeiten rund 152.000 Menschen, von denen etwa 85.000 im Fahrdienst und 38.000 im technischen Bereich tätig sind.
Bis 2030 soll die Zahl der Beschäftigten um rund 21 Prozent steigen, während gleichzeitig jährlich etwa 4.000 bis 6.000 Fachkräfte ausscheiden. Deshalb müssen Verkehrsunternehmen verstärkt um neue Mitarbeitende werben und attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Wie groß die Auswirkungen des Personalmangels bereits sind, zeigen aktuelle Beispiele aus Karlsruhe. Bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) kommt es im August 2026 auf mehreren Linien zu Fahrtausfällen, weil Fahrpersonal fehlt. Dadurch müssen nun Fahrgäste auf andere Verbindungen ausweichen, während sich Wartezeiten teilweise auch verlängern. Insgesamt wird hier mehr als deutlich, dass ausreichend Personal notwendig ist, damit der ÖPNV zuverlässig funktioniert und die Verkehrswende erfolgreich umgesetzt werden kann.
(Quellen: Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG))














