Plage: Hornissen breiten sich bei Karlsruhe immer schneller aus

Auf dem Bild sieht man die Nahaufnahme einer Hornisse. Dabei schaut man ihr ins Gesicht und erkennt die Augen sowie die Beißwerkzeuge. Dabei handelt es sich um eine heimische Hornisse. Gefürchtet wird jedoch die Asiatische Hornisse, die die Honigbienen radikal dezimiert.
Symbolbild © imago/Pond5 Images

In und um Karlsruhe sind die Hornissen zu einer echten Plage geworden, die sich immer schneller ausbreitet. Deshalb raten Experten dazu, bis Ende Mai dringend noch aktiv zu werden.

Mit dem Handel quer über die Kontinente hinweg hat es nun die Asiatische Hornisse geschafft, sich rasant auszubreiten. Damit werden die Hornissen in und bei Karlsruhe zu einer echten Plage, gegen die man dringend etwas unternehmen muss.

Asiatische Hornisse bedroht heimische Insekten: Bürger sollen mithelfen

Seit Jahren befindet sich die Asiatische Hornisse auf dem Vormarsch. Sie fand den Weg über Frankreich und Spanien zu uns nach Deutschland und hat sich inzwischen in einigen Bundesländern rasant ausgebreitet. Besonders betroffen ist dabei das Ländle. Allein in diesem Jahr sind schon fünfmal so viele Sichtungen eingegangen wie im Jahr zuvor. Deshalb rufen immer mehr Städte ihre Bürger dazu auf, mitzuhelfen, das invasive Insekt einzudämmen. Dabei sollen die Menschen nicht selbst aktiv zum Profi-Entferner von Nestern werden, sondern einfach besonders aufmerksam sein und ihre Beobachtungen den entsprechenden Stellen melden.

Hornissen werden bei Karlsruhe zur Plage: Experten geben wertvolle Tipps

Dass die Asiatische Hornisse sich ausbreitet, lässt sich laut Expertenmeinung nicht mehr verhindern. Allerdings lasse sich die Ausbreitung eindämmen. Dazu müssen die Menschen wissen, dass die Asiatische Hornisse zwei Nester baut. Das sogenannte Primärnest baut die Königin selbst und zieht hier ihre Arbeiterinnen heran. Es ist ungefähr tennisballgroß und von hellbrauner Farbe. Man findet es in Schuppen, im Inneren von Garagen oder sogar in Sonnenschirmen. Das Primärnest ist nicht gefährlich und die Königin nicht aggressiv. Zudem ist es leicht erreichbar und kann einfach selbst entfernt werden. Mit der Entfernung der Primärnester lasse sich schon viel erreichen. Doch dies müsse jetzt geschehen, bis spätestens Ende Mai.

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Somit hat die Königin genügend Arbeiterinnen, die das sogenannte Sekundärnest bauen. Dies befindet sich meistens in 20 bis 30 Metern Höhe auf Bäumen und kann einen Durchmesser von bis zu einem Meter aufweisen. Die Arbeiterinnen verteidigen das Nest und sind sehr aggressiv. Zudem ist die Anzahl mit 2.000 bis 5.000 Insekten sehr hoch. Die Entfernung eines solchen Nestes sollten Profis übernehmen. Damit dies erst gar nicht so weit kommt, heißt es für die Bürger in und bei Karlsruhe: Achtsam sein und jeden Fund melden! Die Beseitigung ist gesetzlich geregelt und darf keinesfalls in Eigenregie durchgeführt werden.

(Quellen: Bürgerinitiative Karlsruhe, Naturschutzverbände, Umweltbehörden, dpa)