Polizei sucht Zeugen: 16 Tonnen Diebesgut in Karlsruhe gestohlen

In einer leeren Straße stehen gleich mehrere Polizeifahrzeuge. Es kam zu einem gewalttätigen Übergriff. Die Polizei ist sofort mit mehreren Beamten am Einsatzort erschienen und hat den Tatort abgesperrt.
Symbolbild © imago/Einsatz-Report24

Mit schwerem Gerät müssen sie angerückt sein. Denn nicht weniger als 16 Tonnen Diebesgut verschwanden innerhalb einer Nacht vom Gelände eines Umspannwerks. Die Polizei sucht jetzt dringend nach Zeugen.

16 Tonnen Diebesgut, ein Umspannwerk und keine Videoüberwachung: Der nächtliche Coup schlägt mit einer extrem hohen Schadenssumme zu Buche, weshalb die Polizei nun auch für jeden Hinweis dankbar ist.

Mit schwerem Gerät und viel Know-how – so könnten die Täter vorgegangen sein

Es muss eine logistische Meisterleistung gewesen sein – oder zumindest ein Transport mit schwerem Gerät. In der Nacht von Montag auf Dienstag sind Unbekannte auf das Gelände eines Umspannwerks im Karlsruher Stadtteil Bulach eingedrungen. Was sie mitnahmen, hatte es in sich: 16 Tonnen Diebesgut verschwanden spurlos. Doch erst, als Mitarbeiter am Dienstagmorgen das Gelände betraten, fiel der dreiste Diebstahl auf. Die Täter hatten es auf mehrere Tonnen Kupferkabel abgesehen, die auf dem Areal des Umspannwerks lagerten. Dabei war die Beute auf Trommeln gewickelt – für den Abtransport mussten die Diebe das Material also vermutlich vor Ort zerkleinern. Die Polizei geht davon aus, dass ein oder mehrere große Fahrzeuge zum Einsatz kamen.

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Den Wert des gestohlenen Kupfers schätzt man auf rund 185.000 Euro. Wegen dieser Höhe haben Staatsanwaltschaft und Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet. Ebenfalls erschwerend kommt hinzu: Das Umspannwerk verfügt über keinerlei Videoüberwachung. Weder liegen bislang konkrete Täterhinweise vor, noch gibt es gesicherte Erkenntnisse zum genauen Ablauf der Tat. Spurensicherer waren vor Ort, die Auswertung dauert jedoch noch an.

Lukrativer Coup: Die 16 Tonnen Diebesgut sollen 185.000 Euro wert sein

Die Bundespolizei hofft nun auf Zeugen. Wer in der Nacht zum Dienstag verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Bereich des Umspannwerks in Karlsruhe-Bulach beobachtet hat, wird gebeten, sich zu melden.

Kupferdiebstähle sind kein Einzelfall. Immer wieder schlagen Täter auf Bahngeländen, Umspannwerken oder Baustellen zu. Erst im Juli haben unbekannte Täter in Weinsberg 40 Tonnen Kupferkabel entwendet – ein Rekorddiebstahl in der Region. Der aktuelle Fall in Karlsruhe reiht sich ein in eine Serie von Coups, die Ermittler und Betreiber gleichermaßen beschäftigen.

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe)