Raketen auf Streifenwagen: So war die Silvesternacht in Karlsruhe

Mehrere schwer bewaffnete Polizisten in Schutzausrüstung sind im Einsatz in der Innenstadt bei Silvester. Eine Menschenmasse läuft vor ihnen. Die Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

In der vergangenen Silvesternacht waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Karlsruhe gefordert. Die Lage blieb jedoch größtenteils unter Kontrolle. Einige Beamte wurden direkt mit Raketen beschossen.

Der Jahreswechsel brachte ein hohes Einsatzaufkommen für die Sicherheitsbehörden mit sich. Besonders in der Innenstadt hatten sich zahlreiche Menschen versammelt, um das neue Jahr zu feiern. Trotz einzelner Störungen bewerteten die Behörden die Nacht insgesamt als beherrschbar.

Polizei mit zahlreichen Einsätzen – Silvester in Karlsruhe

Die Polizei verzeichnete in dieser Nacht mehr als 160 Einsätze. Der Großteil davon betraf Ruhestörungen, Streitigkeiten und alkoholbedingte Auseinandersetzungen. Laut Polizei wurden keine schweren Straftaten begangen. Die Einsatzlage entsprach weitgehend der der Vorjahre. Zu keinem Zeitpunkt hatten die Mitarbeiter der Polizei die Kontrolle über die Situation verloren. Dennoch blieb die Lage über gewisse Stunden hinweg angespannt.

In der Innenstadt, vor allem rund um den Marktplatz, die Kaiserstraße und den Schlossplatz, kam es zu großem Andrang. Dort wurde viel Feuerwerk gezündet. Kein Wunder, hier versammelten sich viele Menschen, um gemeinsam das neue Jahr zu feiern. Das blieb nicht ohne Zwischenfälle, denn durch die vielen Menschen entstanden teilweise unübersichtliche Situationen. Die Polizei war mit verstärkter Präsenz vor Ort und sprach in mehreren Fällen Platzverweise aus.

Lesen Sie auch
Karlsruhe betroffen: Züge zwischen Bruchsal und Hbf gestoppt

Anzeige gegen Jugendliche: Gezielt Polizeibeamte mit Böller beschossen

Die Feuerwehr rückte zu mehreren kleineren Bränden aus. Dazu zählten unter anderem brennende Müllcontainer. Größere Sachschäden wurden nicht gemeldet. Der Rettungsdienst versorgte mehrere Personen, meist wegen leichter Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Alkohol.

Auch die Einsatzkräfte blieben weitgehend unbehelligt. Vereinzelt kam es zu aggressivem Verhalten, welches jedoch schnell unterbunden werden konnte. Im Nachgang appellierten Polizei und Stadtverwaltung an die Bevölkerung, den Jahreswechsel künftig verantwortungsvoll und rücksichtsvoll zu feiern. Nach Angaben der Polizei Karlsruhe-Waldstadt hatte eine Person aus einer Gruppe Jugendlicher in der Nacht gezielt Polizisten mit Raketen beschossen. Es gelang der Polizei jedoch nicht, den Tatverdächtigen direkt dingfest zu machen. Er muss sich nun mit einer Anzeige auseinandersetzen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Polizei Karlsruhe, Feuerwehrangaben)