Schließungen: Badegäste sauer auf Karlsruher Schwimmbad

Hallenbad in der coronazeit
Symbolbild

Die Energiekrise zwingt viele in die Knie. So auch die Karlsruher Schwimmbäder. Dort gibt es jetzt Schließungen.

Unternehmen, Verbraucher und auch die Schwimmbäder müssen auf die Energiekrise reagieren. Daher senkten einige Hallenbäder bereits ihre Wassertemperatur um zwei bis vier Grad. Bei anderen Bädern stehen Schließungen an. Sehr zum Unmut der Einwohner.

Karlsruher sind wütend über Schließungen

Das Sonnenbad in Karlsruhe schloss dieses Jahr aufgrund der Energiekrise bereits früher. Diese Maßnahme schlägt bei Stammgästen hohe Wellen. Der Freundeskreis fordert deswegen Zahlen zum Einsparpotenzial. Doch diese liegen bei den Bäderbetrieben, nicht vor.

Das Sonnenbad in Karlsruhe ist ein Freibad. Diese hat im Gegensatz zu den anderen Freibädern auch noch im Herbst seine Türen geöffnet. Schwimmer können dort auch noch bei Kälte und Regen ihre Bahnen ziehen. Und dies wird von den Karlsruhern gerne angenommen.

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Doch in diesem Jahr ist früher Schluss. Um Energie zu sparen, schließt das Sonnenbad bereits am 10. Oktober seine Türen.

Der Freundeskreis Sonnenbad erhält viele Beschwerden

Der Freundeskreis ist eine Organisation, die die verlängerten Öffnungszeiten mit viel ehrenamtlicher Arbeit, einem Dauerkartenverkauf und Spenden finanziert. Diese Spenden fließen als Energiekostenzuschuss stets an das Bad. Ohne den Freundeskreis wären die verlängerten Öffnungszeiten gar nicht erst möglich.

Karlsruher wissen das. Deswegen sind viele im Besitz einer Dauerkarte. Und ebendiese Dauerkartenbesitzer sind jetzt verständlicherweise wütend. Diesen Unmut äußern sie per Mail an den Freundeskreis.

Der Grund für den Ärger: Viele Leute haben eine Dauerkarte bezahlt und können sie nicht umfassend nutzen. Denn das Bad schließt in diesem Jahr zehn Wochen früher.

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Es fehlen konkrete Zahlen

Der Karlsruher Bäderausschuss beschloss diese vorzeitige Schließung. Der Freundeskreis kann diese Entscheidung nicht ändern, versteht jedoch den Ärger der Badegäste.

Deswegen fordert er konkrete Zahlen über die Energieeinsparung vom Bäderausschuss. Diese sind aber offensichtlich nicht vorhanden. So ist natürlich nicht klar, ob die frühere Schließung zulasten der Stammkunden wirklich sinnvoll ist.

Natürlich ist es verständlich, dass in der derzeitigen Krise jeder Energie sparen möchte. Dennoch wären die Zahlen wünschenswert. Denn die Badegäste haben ihre Dauerkarte schließlich schon bezahlt. Darum müsste diese Entscheidung ausführlicher geprüft werden. Dies meint der Freundeskreis dazu.