
Schockstarre in der Schule: Zwei 13-Jährige zerstören Möbel, Wände und Inventar. Die Räume sind unbenutzbar, der Unterricht fällt aus. Sozialarbeiter sollen den Kindern jetzt bei der Aufarbeitung helfen.
Zwei Jugendliche sorgen für eine Schockstarre in der Schule – es gibt fast nichts, das sie nicht zerstören. Die Schüler bekommen nun psychische Betreuung.
Zerstörungswut mit System: Wenn aus Gruppendruck Sachschaden wird
Ein Wochenende, das niemand so schnell vergisst: Zwei Schulen wurden Ziel von Einbrechern, die massiven Schaden anrichteten. Möbel, Wände, Türen und Vitrinen wurden zerstört, Feuerlöscher aus den Wänden gerissen und Löschschaum versprüht. Somit sind in der Pestalozzischule in Bruchsal die Räume aktuell unbenutzbar, und der Unterricht fällt aus. Die Täter der Pestalozzischule – zwei 13-jährige Jungen – hatte man gefasst. Bei der Flucht verletzten sie sich leicht, bevor man sie ihren Eltern übergab. Ob sie auch für den Einbruch im Schönborn-Gymnasium verantwortlich sind, der am selben Wochenende stattfand, ist derzeit nicht bekannt. Die beiden sind strafrechtlich nicht belangbar, da sie unter 14 Jahre alt sind.
Solche Taten fallen unter den Begriff „Vandalismus“. Dabei handelt es sich nicht um einen einheitlichen Straftatbestand, sondern um eine Form der Sachbeschädigung, die oft aus Gruppendynamik entsteht. Kinder und Jugendliche geraten somit überproportional oft in Tatverdacht. 2024 wurden bundesweit über 10.600 Kinder und 16.200 Jugendliche als tatverdächtig bei Sachbeschädigungen ermittelt – ihr Anteil liegt damit deutlich über dem Gesamtanteil aller Tatverdächtigen. Dabei kann Vandalismus vielfältige Gründe haben: Gruppeneinfluss, Langeweile, Frust oder das Ausleben von destruktiver Energie. Prävention ist möglich, indem Erwachsene aufmerksam bleiben, klare Regeln im Umgang mit Eigentum vermitteln und Kinder über die Konsequenzen von Sachbeschädigung aufklären. Bei Vorfällen können Schulsozialarbeiter oder Jugendämter helfen, psychische Schäden bei Kindern zu verhindern.
Ein bekanntes Muster: Den Jugendlichen sind die Folgen oft nicht bewusst
Bereits im November war das Schönborn-Gymnasium Opfer eines Einbruchs mit ähnlichem Schaden. Die Aufräumarbeiten laufen, die Schulen bereiten sich darauf vor, die Räume wieder begehbar zu machen und den Unterricht für die betroffenen Schüler aufzunehmen.
Die Verbindung von Zerstörungswut und jungen Tätern zeigt einmal mehr: Prävention, Aufklärung und schnelle Reaktion sind entscheidend, um Vandalismus zu verhindern – und die Kinder psychisch zu schützen.
(Quellen: Polizeiticker Karlsruhe, dpa)














