
Der Klimawandel stellt die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist die neueste Entwicklung in Karlsruhe umso bemerkenswerter. Im Rahmen eines Start-ups ist es gelungen, grünen Wasserstoff direkt zu produzieren.
Die technologischen Herausforderungen bei regenerativen und alternativen Energiequellen sind enorm. Im Zentrum des Projekts in Karlsruhe steht grüner Wasserstoff. Er hat das Potenzial, die Energieversorgung und die Industrie zu revolutionieren. Ein Team des Karlsruher Instituts für Technologie hat in diesem Bereich Großes geleistet.
Durchbruch für Karlsruhe: Wasserstoff ohne Umwege produzieren
An dieser Stelle fragen sich viele vielleicht noch, was grüner Wasserstoff ist. Dabei handelt es sich um sogenannten klimaneutralen Wasserstoff. Im Vergleich zu anderen Energien ist sein Herstellungsprozess sehr kompliziert. Aus erneuerbaren Energien – das können Sonne oder Wind sein – wird durch Elektrolyse Wasserstoff gewonnen. Doch Achtung: Nur wenn der Strom für diesen Prozess ebenfalls aus erneuerbaren Energien stammt, ist von grünem Wasserstoff die Rede.
Den bisher aufwändigen Herstellungsprozess konnten die Forscher an einem Karlsruher Institut deutlich vereinfachen. Mithilfe von Sonnenlicht wird eine folgenschwere chemische Reaktion ausgelöst, durch die gleichzeitig Wasser gespalten und Strom erzeugt werden kann. Das könnte ein Durchbruch für den grünen Wasserstoff sein, der bisher viel teurer war, wenn er aus sauberer Energie gewonnen wurde als aus Erdgas.
Neuheit: Endlich Wasserstoff ganz einfach produzieren
Dafür entwickelten die Forscher ein Photoreaktorpaneel, das auf den ersten Blick wie ein Solarmodul aussieht, aber viel mehr kann. Die im Inneren enthaltenen aktiven Materialien nehmen die Sonnenenergie auf. Das setzt Elektronen frei, sodass sie sich bewegen. In der Folge kann das Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten werden. Eine sehr aufwändige, stromgebundene Elektrolyse wird somit überflüssig.
Die spezielle Konstruktion des Panels ermöglicht es zudem, die Sonnenenergie gezielt zu lenken. Bei diesem Prozess entstehen Gase, die gezielt abgeleitet werden. Das Ganze ist nicht mehr so kompliziert wie zuvor und funktioniert auf effizientere und einfachere Weise.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, KIT, SMART UP NEWS)














