
Die Stadtkasse ist knapp – es werden Millionen benötigt. Deshalb hat die Stadt eine Liste mit Sparmaßnahmen veröffentlicht, die unter dem Namen „Liste des Grauens“ bekannt wurde. Diese bringt so manchen zum Schlucken, denn sie beinhaltet strenge Sanktionen. Karlsruhe spart sich an die Schmerzgrenze.
Betroffen sind Vereine, Kunst und Kultur, Freizeiteinrichtungen, Bildungsinstitute und Familien. Letztere müssen auf den Geschwisterbonus bei den Kita-Gebühren verzichten und ihr Familienbudget kürzen. Doch dabei soll es nicht bleiben.
Karlsruhe spart bis an die Schmerzgrenze: Gebühren und Eintrittsgelder steigen weiter
Die Bürger werden zur Kasse gebeten und müssen beispielsweise höhere Parkgebühren zahlen. Gleichzeitig plant die Stadt, im Kulturbereich fast zehn Prozent einzusparen, ohne dabei wichtige Einrichtungen wie das Badische Staatstheater oder das Stadtmuseum aus den Augen zu verlieren. Mit dem aktuellen Sparkatalog und den vielen Einschränkungen sind längst nicht alle Fraktionen im Gemeinderat einverstanden. So tobt der Sparstreit in Karlsruhe. Es geht ans Eingemachte. Immer wieder formieren sich neue Demos, die Bürger wollen sich das Vorgehen nicht gefallen lassen.
Viele Menschen sind mit dem aktuellen Zustand und den Bedingungen ihres Alltags unzufrieden. Es fehlen nicht nur bezahlbare Wohnungen, auch viele Freizeiteinrichtungen müssen ihre Preise erhöhen. Wenn das Haushaltsbudget nicht ausreicht, bleibt Familien nichts anderes übrig, als Abstriche zu machen. Zudem kämpfen die Bürger derzeit um das beliebte Traditionsbad Rappenwört, das für mehrere Jahre geschlossen werden soll. Eigens dafür hat sich eine Bürgerinitiative gegründet und Unterschriften für den Erhalt gesammelt.
Große Sorgen: Karlsruhe darf sich nicht kaputt sparen
In diesem Sinne darf sich eine Stadt wie Karlsruhe nicht kaputt sparen. Doch der Stadtverwaltung, allen voran Oberbürgermeister Frank Mentrup, bleibt wohl nichts anderes übrig, denn es fehlen Milliarden. Die Einsparungen werden die Bürger spätestens im nächsten Jahr im eigenen Portemonnaie spüren. Grundsätzlich möchte man die gemeinnützigen und ehrenamtlichen Vereine aber weiterhin fördern und am Leben erhalten. Wie das in der Realität aussieht, werden wir erst in ein paar Monaten wissen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Stadt Karlsruhe)














