
Mit den milderen Temperaturen und den ersten feuchten Nächten hat in Karlsruhe die alljährliche Amphibienwanderung begonnen. Es sind wieder Tausende Kröten, Frösche und Molche unterwegs, um von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern zu gelangen.
Die Stadt warnt deshalb eindringlich vor erhöhter Vorsicht im Straßenverkehr, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Besonders betroffen sind bekannte Wanderkorridore im Stadtgebiet und in den Randbezirken.
Tausende Kröten wandern wieder rund um Karlsruhe
Dazu zählen unter anderem Bereiche in Durlach entlang der B3, rund um den Oberwald, im Hardtwald sowie bei Grötzingen und Rintheim. Auch am Schlossgarten und an kleineren Rückhaltebecken kommt es regelmäßig zu verstärktem Amphibienaufkommen. In diesen Zonen queren die Tiere teils stark befahrene Straßen, was jedes Jahr zu hohen Verlusten führt.
Die Wanderung setzt ein, wenn die Temperaturen nachts über fünf Grad liegen und es geregnet hat. Genau diese Bedingungen sind derzeit gegeben. Die Tiere sind besonders aktiv zwischen Einbruch der Dämmerung und den frühen Morgenstunden. In dieser Zeit sind sie kaum sichtbar, bewegen sich langsam und können Hindernissen nicht ausweichen – ein großes Risiko im Straßenverkehr.
Um die Tiere zu schützen, hat die Stadt an mehreren Stellen Warnschilder aufgestellt und temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet. An bekannten Hotspots werden zudem mobile Amphibienzäune errichtet. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sammeln die Tiere dort regelmäßig ein und tragen sie sicher über die Straße, damit sie ihre Laichgewässer erreichen können.
Schutz der Lebensräume: Straßensperrung wegen Kröten in Karlsruhe
Die Stadt appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, in diesen Bereichen besonders aufmerksam zu fahren. Schon eine reduzierte Geschwindigkeit kann dabei helfen, Tiere rechtzeitig zu erkennen und zu bremsen. Auch Radfahrer und Fußgänger sollten aufmerksam sein, da die Tiere häufig unbemerkt auf Wegen oder Radstreifen unterwegs sind. Die Amphibienwanderung ist ein wichtiger Teil des natürlichen Jahreszyklus. Ohne sie wäre der Fortbestand vieler Arten gefährdet.
Gleichzeitig zeigen die aktuellen Wanderbewegungen, wie wichtig der Schutz der Lebensräume in und um Karlsruhe ist. Wer helfen möchte, kann sich bei lokalen Naturschutzgruppen über Möglichkeiten zur Unterstützung informieren, beispielsweise beim Aufstellen von Zäunen oder bei Kontrollgängen in den Abendstunden. Noch bis in den Frühling hinein wird mit verstärkter Aktivität gerechnet. Die Stadt bittet deshalb weiterhin um Rücksicht und Geduld. Jede gerettete Kröte zählt und trägt dazu bei, das ökologische Gleichgewicht in der Region zu erhalten.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz Karlsruhe)














