Steigende Kosten: Nächstes Karlsruher Kult-Restaurant schließt

Ein geschlossenes Café mit einer Bartheke und umgedrehten Stühlen. Durch die Scheibe kann man die Bestuhlung sehen, es befindet sich kein Gast in dem Restaurant.
Symbolbild © istockphoto/Anthony Racano

Die Liste gastronomischer Schließungen in Karlsruhe wird länger. Nach aktuellen Informationen verschwindet ein weiteres etabliertes Lokal aus der Innenstadt. Die Stammkunden sind sehr traurig – schon bald ist Schluss.

Ausschlaggebend für die Entscheidung sollen vor allem die stark gestiegenen Betriebskosten sein. In den vergangenen Jahren haben sich Ausgaben für Energie, Lebensmittel, Personal und Miete deutlich erhöht.

Nächstes Karlsruher Kult-Restaurant schließt

Diese Entwicklung habe den wirtschaftlichen Spielraum zunehmend eingeschränkt. Eine langfristige Fortführung unter den bestehenden Bedingungen sei nicht mehr realistisch gewesen. Das „Mille Stelle“ war über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil der Karlsruher Gastronomieszene. Gäste schätzten vor allem das mediterran geprägte Angebot sowie die zentrale Lage in der Akademiestraße. Sowohl Stammkundschaft als auch Besucher aus anderen Stadtteilen nutzten das Restaurant regelmäßig.

Die angekündigte Schließung fügt sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein. In Karlsruhe stehen zahlreiche Gastronomiebetriebe unter wirtschaftlichem Druck. Steigende Fixkosten treffen auf ein verändertes Konsumverhalten, das viele Unternehmer vor neue Herausforderungen stellt. Bis zum geplanten Schließtermin Ende Januar 2026 soll der Betrieb weitergeführt werden. Wie es mit den Räumlichkeiten in der Akademiestraße nach der Schließung weitergeht, ist derzeit offen.

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Angespannte Lage in Karlsruhe – zu hohe Kosten setzen Gastronomen unter Druck

In der lokalen Gastronomieszene wird die Ankündigung aufmerksam verfolgt. Die Schließung des „Mille Stelle“ gilt für viele als weiteres Zeichen dafür, wie angespannt die Situation für Restaurants aktuell ist. Branchenvertreter verweisen darauf, dass ohne spürbare Entlastungen weitere Betriebe vor ähnlichen Entscheidungen stehen könnten. Eine kleine Erleichterung soll zumindest erst einmal die Herabsetzung der Mehrwertsteuer bei Speisen auf 7 % seit dem 1. Januar bringen.

Mit dem geplanten Aus des Restaurants verliert Karlsruhe ein weiteres bekanntes Angebot. Für Gäste bleibt vorerst die Möglichkeit, dem Lokal bis Anfang 2026 einen letzten Besuch abzustatten. Den Betreibern bleibt auf ihrem weiteren Weg viel Glück zu wünschen. Nun haben viele die Hoffnung, dass sich schnell wieder ein neuer Gastronom an dieser guten Adresse ansiedelt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)