Steinewerfer auf A5 bei Karlsruhe: Polizei schlägt Alarm

Der Blick richtet sich von einer Autobahnbrücke auf die Autobahn, die mehrere Spuren hat. Auf der Autobahn unterwegs sind zahlreiche Fahrzeuge, ein zu hohes Verkehrsaufkommen führt häufig zu Staus mit Stunden langen Wartezeiten.
Symbolbild Foto: Fabian Geier / Einsatz-Report24

Die Serie gefährlicher Vorfälle auf der A5 bei Karlsruhe sorgt zunehmend für Sorge bei Polizei und Autofahrern. Schon wieder wurden Steine von einer Autobahnbrücke auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen.

Betroffen ist erneut der Bereich rund um Ettlingen und Karlsruhe-Süd. Mehrere Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich inzwischen bereits um den vierten ähnlichen Vorfall in kurzer Zeit. In einigen Fällen waren Autos nach dem Einschlag sogar nicht mehr fahrbereit. Verletzt wurde bislang glücklicherweise niemand – doch genau das sehen Ermittler offenbar eher als Zufall. Denn solche Taten gelten als extrem gefährlich und können bei hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen schnell tödliche Folgen haben.

Steinewerfer auf A5 bei Karlsruhe – Autofahrer sind in Gefahr

Besonders brisant: Zeugen sollen Jugendliche in der Nähe der Brücke beobachtet haben. Laut bisherigen Informationen wurden unter anderem größere Steine, Waschbetonstücke und sogar Äste auf die Fahrbahn geworfen. Die Gegenstände sollen teilweise aus einer nahegelegenen Kleingartenanlage stammen. Die Polizei reagierte inzwischen mit verstärkten Maßnahmen. Neben Streifenwagen kamen bei den Einsätzen offenbar auch Hubschrauber zur Unterstützung der Fahndung zum Einsatz. Die Ermittler prüfen nun mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen.

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Für viele Autofahrer sorgen die Vorfälle inzwischen für große Verunsicherung. Gerade auf Autobahnen können selbst kleinere Gegenstände schwere Unfälle verursachen. Treffen Steine Fahrzeuge bei hoher Geschwindigkeit, besteht akute Lebensgefahr – sowohl für Fahrer als auch für andere Verkehrsteilnehmer.

Jugendliche unter Verdacht: Steinewerfen kein Kavaliersdelikt

Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Je nach Ausgang der Ermittlungen könnten noch deutlich schwerere Vorwürfe im Raum stehen. In ähnlichen Fällen in Deutschland wurden Täter bereits wegen versuchten Totschlags oder versuchten Mordes angeklagt.

Die Polizei bittet deshalb dringend um Hinweise. Wer im Bereich der betroffenen Brücken verdächtige Personen beobachtet hat oder selbst betroffen war, soll sich melden. Es handelt sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt, denn nicht selten hatten ein Steinwurf und ein Steinschlag dramatische Folgen für betroffene Autofahrer.

(Quellen: Polizei Karlsruhe, Ermittlungsbehörden Baden-Württemberg, dpa)