Steuer steigt: Hundebesitzer bei Karlsruhe müssen mehr bezahlen

Ein Hund legt seine weiße Pfote auf einen Geldschein. Es handelt sich um einen 50-Euro-Schein, der auf dem Pflaster eines Gehweges liegt. Der Hund hält den Schein mit der Pfote fest.
Symbolbild © imago/Steinach

Die Steuer steigt: Hundebesitzer bei Karlsruhe müssen ab Januar deutlich mehr zahlen. Die Kommune erhöht die Abgaben für Vierbeiner – und auch andere Steuern werden steigen!

Die Haushaltskrise trifft nun auch die Tierhalter. In der Nähe von Karlsruhe steigt jetzt die Steuer für Hundebesitzer – unter anderem.

Mehr als nur Hundesteuer: Diese weiteren Belastungen kommen

Ab dem neuen Jahr wird der vierbeinige Freund zum teureren Vergnügen. Eine Kurstadt im Nordschwarzwald erhöht die Hundesteuer und setzt damit ein Zeichen in der Haushaltskrise. Während sich viele auf das neue Jahr freuen, müssen Hundehalter in Bad Herrenalb ab Januar tiefer in die Tasche greifen. Die Hundesteuer steigt von bisher 120 auf 150 Euro für den ersten Hund. Für jeden weiteren klettert der Betrag von 260 auf 300 Euro jährlich. Eine Entscheidung, die der Gemeinderat mit klarer Mehrheit traf.

Doch nicht nur für Hundebesitzer steigt die Steuer. Auch die Grundsteuer B wird erhöht – von bisher 422 auf 487 Prozent. Bürgermeister Klaus Hofmann (CDU) zeigte sich angesichts der Entscheidung bedauernd und verwies auf die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde, die keine andere Wahl gelassen habe. Immerhin: Bis 2029 soll es keine weiteren Erhöhungen geben. Doch die Diskussion im Gemeinderat war intensiv. Während die Verwaltung zunächst sogar 500 Prozent bei der Grundsteuer B vorgeschlagen hatte, setzte sich am Ende ein Kompromiss durch. Manfred Senk (ABH) argumentierte für eine gerechtere Verteilung der Lasten. Nur Carmen Veit (UBV) sprach sich komplett gegen alle Erhöhungen aus, solange noch Geld für ein ungenutztes Bürgerhaus ausgegeben werde.

Lesen Sie auch
Mega-Stars kommen zum nächsten "Das Fest" nach Karlsruhe

Kompromiss nach hitziger Debatte: Entlastung für den Haushalt

Für die Stadtkasse bedeuten die Maßnahmen eine spürbare Entlastung: 335.000 Euro mehr durch die Grundsteuer, zusätzlich 17.000 Euro durch die höhere Hundesteuer. Allerdings muss die Stadt selbst auch für ihre eigenen Flächen wie Kurpark und Schweizerwiese die Grundsteuer zahlen.

Für die Hundebesitzer in Bad Herrenalb beginnt das neue Jahr damit etwas teurer. Aber eigentlich liegt diese Steuer immer noch im Rahmen. Denn im Bundesvergleich befinden sich die 150 Euro im Mittelfeld.

(Quellen: Herrenalb, Steuersatz, Gemeindeverwaltung)