Straßenbahn erfasst Radfahrer in Karlsruhe frontal

Ein Unfall ereignet sich direkt neben einer S-Bahn, die Rettungskräfte sind bereits vor Ort. Zudem wurden die Straßen gesperrt. Der Blick fällt auf die Kreuzung.
Symbolbild © imago/Einsatz-Report24

Schwerer Unfall am Karlsruher Oststadtkreisel: Eine Straßenbahn hat am Mittwochabend einen Radfahrer frontal erfasst. Der 38-Jährige stürzte nach dem Zusammenstoß zu Boden und erlitt schwere Verletzungen. Für die Unfallaufnahme musste die Strecke zeitweise gesperrt werden.

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 30. September, gegen 18.40 Uhr. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe war der Mann auf dem Radweg entlang der Wolfartsweierer Straße unterwegs. Er kam vom Ostring und fuhr in Richtung Durlacher Allee.

Radfahrer soll rote Ampel missachtet haben

Auf Höhe des Oststadtkreisels wollte der 38-Jährige die dort verlaufenden Straßenbahngleise überqueren. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll er dabei das für ihn geltende Rotlicht missachtet haben. Genau in diesem Moment näherte sich von links eine Straßenbahn. Sie erfasste den Fahrradfahrer frontal. Durch die Wucht des Zusammenstoßes stürzte der Mann auf die Fahrbahn. Dabei zog er sich laut Polizei schwere Verletzungen im Schulterbereich zu.

Rettungskräfte versorgten den Verletzten anschließend. Erste Berichte hatten zunächst von leichteren Verletzungen gesprochen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe teilte am Donnerstagmorgen jedoch offiziell mit, dass der 38-Jährige schwere Verletzungen erlitt. Auch der Straßenbahnverkehr war von dem Unfall betroffen. Die Linie 5 musste vorübergehend über die Kapellenstraße zur Durlacher Allee umgeleitet werden. Für die Unfallaufnahme sperrten die Einsatzkräfte den betroffenen Streckenabschnitt für etwa 30 Minuten.

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Polizei schätzt den Schaden auf 4.000 Euro

Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei derzeit auf rund 4.000 Euro. Weitere Einzelheiten zum Zustand des Radfahrers teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Der Oststadtkreisel gehört zu den komplexeren Verkehrspunkten in Karlsruhe. Die Stadt hatte dort bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erprobt und diese nach einer Auswertung dauerhaft übernommen.

Ziel war es ausdrücklich, Konflikte und Unfälle zu reduzieren sowie die Sichtbeziehungen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern zu verbessern. Wie genau es zu dem Zusammenstoß am Mittwochabend kam, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Nach aktuellem Polizeistand spricht jedoch vieles dafür, dass der Radfahrer das Rotlicht missachtet hatte.

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe, Verkehrsbetriebe Karlsruhe)