
Ein neuer XL-Solarpark sorgt jetzt im Kreis Karlsruhe für ordentlich sauberen Sonnenstrom. Nach heftigem Regen zur Einweihung, Millioneninvestition und tierischer Unterstützung ist die Anlage nun offiziell am Netz.
Bei der Einweihung des neuen XL-Solarparks im Kreis Karlsruhe prasselte der Regen, die Ansprachen musste man unter Sonnenschirmen halten – und doch war die Stimmung bestens. Jetzt liefern tausende Module sauberen Strom für die Region.
Schirme, Schafe, Strom: Jetzt fließt saubere Energie
Sie besteht aus über 5.600 Modulen und erzeugt rund 4,9 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr – genug für rund 1.400 Haushalte. Gleichzeitig spart die Anlage jedes Jahr fast 1.900 Tonnen CO₂ ein. Bereits seit März speist der neue XL-Solarpark Strom ins Netz ein, jetzt hat man das Millionenprojekt symbolisch an die Betreiber übergeben. Auf rund vier Hektar Fläche haben die Stadtwerke Ettlingen gemeinsam mit der BürgerEnergiegenossenschaft Region Karlsruhe Ettlingen (BEG) und dem Stadtwerke-Verbund BBEK eine der größten Solaranlagen im Landkreis Karlsruhe verwirklicht, wobei sich die Investitionssumme auf rund drei Millionen Euro belief.
Was den XL-Solarpark besonders macht: Die Module sind mit einer sogenannten Nachführtechnik ausgestattet, sie richten sich automatisch nach dem Sonnenstand aus. Das sorgt für eine optimale Stromausbeute – selbst wenn es mal nicht wolkenlos ist. Und wenn es regnet? Dann sorgt die Natur für eine kostenlose Reinigung: Bei der offiziellen Übergabe am bislang heißesten Tag des Jahres wurden die Module ordentlich gespült – zur Freude der Wassermeister. Auch den Untergrund nutzt man clever: Ab Herbst sollen Schafe unter den Modulen grasen – ganz ohne Mäher oder Maschinen. Somit spart man Arbeit, hält die Wiese kurz und sorgt ganz nebenbei für regelmäßige Kontrolle. Eine smarte Kombi aus Tier und Technik.
Clevere Doppelnutzung: Moderne Nachführtechnik oben, Schafbeweidung unten
Die installierte Gesamtleistung des Solarparks liegt bei 4.000 Kilowattpeak. Zwei Drittel der Anlage betreibt die BBEK Energie GmbH – ein Zusammenschluss der Stadtwerke Bretten, Bruchsal, Ettlingen und Karlsruhe. Das restliche Drittel gehört der BEG, die Bürgern eine direkte Beteiligung an dem Projekt ermöglicht. Für beide Partner ist es ein großer Schritt, denn die BEG verdoppelt damit ihre Solarkapazität, die BBEK ihre Stromproduktion – auf einen Schlag.
Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold nennt das Projekt ein „Vorzeigemodell für die regionale Energiewende“. Der neue XL-Solarpark sei das drittgrößte Solarprojekt im Landkreis Karlsruhe. Wenn Kommunen, Bürger und Stadtwerke gemeinsam anpacken, kann die Energiewende eben doch gelingen.














