
In Karlsruhe müssen Autofahrer auf die Bremse treten. In vielen Stadtgebieten gilt flächendeckend Tempo 30 und nun sind sogar neue Zonen mit Tempo 40 im Gespräch. Viele befürchten ein Schilder-Chaos.
In der Innenstadt und auf vielen Straßen in ganz Karlsruhe gilt mittlerweile Tempo 30. Aus Sicherheits- oder Lärmschutzgründen müssen Autofahrer somit bremsen. Nun prüft die Stadt weitere Maßnahmen.
Neue Verbotszonen für Lärmschutz und mehr Sicherheit
Grundsätzlich geht es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in der Innenstadt, in der es künftig weniger Autos geben soll. Deshalb streicht die Stadt Parkplätze und führt immer mehr Fußgängerzonen ein. Das kann für diejenigen zum Problem werden, die mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen oder auf das Auto angewiesen sind. Sie haben zum Teil überhaupt keine Wahl und müssen den Weg durch die Innenstadt antreten – allerdings deutlich langsamer.
Neben den vielen Tempo-30-Zonen soll die Stadt Karlsruhe offenbar für einige Straßen weitere Zonen prüfen. Im Gespräch ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 km/h, die in Stuttgart bereits umgesetzt wird. Für viele ist es unverständlich, warum in einigen Stadtgebieten Tempo 40 und in anderen Tempo 30 gelten soll. Das verspricht wieder mehr Durcheinander und Schilder als Klarheit und gezielten Lärmschutz.
Tempo 40 Verkehrszonen sollen Wohnqualität verbessern
Bei Tempo 40 geht es um eine schrittweise Reduzierung der Tempo-50-Regelung. Auch hierbei gilt die Prämisse, den Verkehrslärm zu reduzieren und somit die Luftqualität zu verbessern. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon außerdem einen besseren Verkehrsfluss und ein erhöhtes Maß an Sicherheit. Laut Umweltbundesamt ist Tempo 40 zum Teil ein Kompromiss zur gängigen Regelung von Tempo 50, gerade in Wohngebieten, kann eine geringere Geschwindigkeit die Wohnqualität verbessern, da die Anwohner nicht mehr unter enormem Autoverkehrslärm leiden müssen.
Fest steht, dass die Tempo-40-Schilder vorerst nicht nach Karlsruhe kommen. Dennoch werden mögliche neue Geschwindigkeitsbegrenzungen geprüft. Nun bleibt abzuwarten, wie das Rathaus entscheidet. Die Autofahrer müssen sich fügen, ob sie wollen oder nicht, denn alles andere wäre sehr teuer.
(Quellen: Umweltbundesamt, dpa, SWR)














