Tierplage überrollt Karlsruher Gebiet – „Biester sind winzig klein“

Eine Person in einem weißen Schutzanzug besprüht eine hochgewachsene Hecke mit einem Spray, das aus einem Schlauch kommt. Dieser führt zu einem verschlossenen Behälter, den die Person auf dem Rücken trägt. Eine Tierplage überrollt gerade Karlsruhe.
Symbolbild © istockphoto/EyeEm Mobile GmbH

Eine unaufhaltsame Tierplage überrollt derzeit das Karlsruher Gebiet. Die winzigen Biester sorgen für großen Ärger und massive Schäden in Gärten und auf Terrassen. Sowohl Anwohner als auch Experten stehen vor einem Rätsel.

Eine Tierplage überrollt Karlsruher Straßen und Grundstücke. Kleine, kaum sichtbare Insekten bilden riesige Kolonien und untergraben Terrassenplatten. Ihr Ausmaß wächst stetig und macht den Bewohnern das Leben zunehmend schwer.

Heimlicher Vormarsch: Kleine Eindringlinge sorgen für großen Ärger in Stadtteilen und Gärten

Eine unscheinbare, aber hartnäckige Tierplage im Karlsruher Gebiet bringt Anwohner und Experten gleichermaßen zum Grübeln. Die Lasius neglectus, eine invasive Ameisenart, hat sich in Karlsruhe-Knielingen breitgemacht und sorgt dort für massive Probleme. Obwohl die Tiere winzig klein sind, richten sie enormen Schaden an – von unterhöhlten Terrassenplatten bis zu riesigen Superkolonien, die kaum aufzuhalten sind. Die ersten Meldungen über wiederkehrende Ameiseninvasionen stammen schon aus den letzten Jahren. Doch erst jetzt konnte man ohne Zweifel feststellen, dass es sich um die sogenannte „Vergessene Wegameise“ handelt.

Der Ameisenexperte Manfred Verhaagh wurde von der Stadt zu Rate gezogen, nachdem die Plage in diesem Jahr besonders schlimm wurde. Nach seinen Beobachtungen ist die schiere Menge der Tiere inzwischen bedenklich. Bereits in mehreren Städten Baden-Württembergs wurde die Tierplage nachgewiesen, zuletzt in Ludwigsburg, Bad Säckingen und Wehr – nun ist das Karlsruher Gebiet betroffen. Die Ameisen klettern überall hoch, durchqueren Straßen und Terrassen, untergraben Platten und rauben den Menschen zunehmend die Nerven. Ähnlich wie die ebenfalls invasive Tapinoma magnum bilden sie riesige Superkolonien.

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Es krabbelt und wimmelt überall: Die Plage erobert ganze Straßenzüge

Die Bekämpfung der Tierplage gestaltet sich schwierig. Laut Experten können Ameisenköder und heißes Wasser helfen, doch nur mit großem personellem Einsatz sowie enger Zusammenarbeit zwischen Stadt, Fachleuten und privaten Grundstücksbesitzern lässt sich die Ausbreitung eindämmen. Ein Sprecher der Stadt betonte, dass das Ziel darin bestehe, die Ausbreitung zu stoppen sowie vorhandene Kolonien zu vertreiben und dauerhaft zu bekämpfen.

Für alle Betroffenen bleibt die Hoffnung, dass die winzigen Biester bald keine so großen Probleme mehr verursachen – doch bislang breitet sich die Tierplage weiter ungebremst im Karlsruher Gebiet aus.