Transferfenster geöffnet: Karlsruher SC vor drastischer Änderung

Die Spieler des Karlsruher SC umarmen ihren Trainer Christian Eichner und applaudieren ihm nach einem Spiel und dem Ende der Saison. Sie stehen zusammen in einem Stadion direkt am Spielfeld. Jetzt kommt ein Bayern-Star zum KSC.
Symbolbild © imago/Jan Huebner

Das Transferfenster ist offen, doch der Karlsruher SC hält sich bedeckt. Die wirklichen Neuigkeiten für die Rückrunde kommen aus einem ganz anderen Bereich des Clubs.

Für den Karlsruher SC hat das Transferfenster geöffnet. Doch statt großer Shopping-Tour steht beim Zweitligisten ein anderer Plan – und der hängt an zwei Namen.

Die heimlichen Neuzugänge: Sie kommen von woanders her

Während das Winter-Transferfenster offiziell geöffnet hat, herrscht beim Karlsruher SC eine andere Art von Betriebsamkeit. Die drastische Änderung findet primär also nicht auf dem Transfermarkt statt, sondern innerhalb des eigenen Kaders und im Trainerteam. Nach monatelanger Krise und dem überraschenden Rauswurf von Co-Trainer Zlatan Bajramovic steht der Club vor einem echten Neuanfang, jedoch unter alten Vorzeichen.

Denn Cheftrainer Christian Eichner führt die Mannschaft wie geplant in die Rückrunde. Doch die langfristige Zukunft des Trainers, man kann es nicht anders sagen, ist brüchig. Die Führung um Sportgeschäftsführer Mario Eggimann hält zwar vorerst an ihm fest, das Vertrauen ist jedoch nach der turbulenten Hinrunde mit Niederlagenserie angeknackst. Somit scheint die interne Strategie klar: Man setzt auf Kontinuität, um Stabilität zurückzugewinnen, behält sich aber alle Optionen offen. Und die größte personelle Veränderung hat das Trainerteam bereits hinter sich. Denn Daniel Gordon wird die Co-Trainer-Rolle auf unbestimmte Zeit weiter ausfüllen. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Club die Führungsstruktur auf der Bank neu justiert hat, auch wenn der Chef nominell derselbe bleibt.

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Der Mann, der seine Schatten vorauswirft: Eine Zukunft auf Abruf

Aktiv wird der Karlsruher SC im geöffneten Transferfenster aller Voraussicht nach nicht. Die Strategie von Sportdirektor Timon Pauls setzt auf Rückkehrer. Lilian Egloff und vor allem Louey Ben Farhat, der nach seinem Mittelfußbruch zurückerwartet wird, sollen bestenfalls wie frische Verstärkungen wirken. Sie sind jetzt die stillen Hoffnungsträger, um der spielfähigen Mannschaft neue Qualität zu verleihen.

Die drastischste Änderung muss jedoch auf dem Platz sichtbar werden – anders geht es nicht. Denn die Rückrunde beginnt direkt mit einem heiklen Auswärtsspiel am 17.1. in Münster. Sollte die erhoffte Wende für den Karlsruher SC ausbleiben, könnte der nächste personelle Umschwung nicht im Kader, sondern auf der Trainerbank stattfinden – und der kommt schneller, als jedes Transferfenster sich öffnet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)