Trickbetrüger auf Beutezug bei Karlsruhe: Opfer verlieren Geld

Ein Polizeibeamter klopft an die Tür eines Bürgers. Entweder hat er einen Strafbefehl dabei oder er möchte den Bürger über ein Delikt informieren. Es kann auch sein, dass der Polizeibeamte den Bürger über etwas informieren möchte. Er hat ein dringliches Anliegen.
Symbolbild © istockphoto/ kzenon

Im Kreis Karlsruhe häufen sich derzeit die Fälle von Telefonbetrug. Die Trickbetrüger sind auf einem Beutezug und haben bereits mehrere Bürger um ihr Geld gebracht. So kam es sogar schon zur Übergabe von Wertsachen.

Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Mitarbeiter von einer Bank aus. Dabei gingen die Täter äußerst geschickt vor. In mindestens einem Fall hat das Opfer sogar Wertsachen übergeben.

Beutezug bei Karlsruhe: Gefährliche Trickbetrüger bringen Bürger um ihr Geld

Laut Polizei kontaktierten die Betrüger ihre Opfer telefonisch und bauten gezielt Druck auf. Sie behaupteten, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei oder das Vermögen der Angerufenen in Gefahr sei. In anderen Fällen behaupteten die Täter, es habe verdächtige Kontobewegungen gegeben, die dringend überprüft werden müssten. Ziel war es, Angst zu erzeugen und die Betroffenen zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.

In einem besonders schweren Fall wurde eine Geschädigte sogar dazu gebracht, Goldmünzen und Wertgegenstände an eine vermeintliche Polizeibeamtin zu übergeben. Die Abholung erfolgte persönlich. Erst später bemerkten die Betroffenen, dass sie Opfer eines Betrugs geworden waren. Zu diesem Zeitpunkt waren das Geld und die Wertsachen bereits verschwunden.

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Neue Masche zielt auf ältere Bürger im Kreis Karlsruhe

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Masche. Echte Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter fragen niemals am Telefon nach Geld, Schmuck oder Zugangsdaten. Auch Abholungen durch angebliche Kollegen sind ein klares Zeichen für Betrug. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und selbst die Polizei unter der bekannten Nummer 110 kontaktieren.

Besonders ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier der Täter, da sie oft als besonders vertrauensvoll gelten. Die Polizei rät Angehörigen deshalb, mit ihren Familienmitgliedern über diese Betrugsformen zu sprechen und sie für das Thema zu sensibilisieren. Die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen laufen. Ob die Taten miteinander in Verbindung stehen, ist derzeit noch unklar. Die Polizei bittet mögliche weitere Geschädigte oder Zeugen, sich zu melden.

(Quellen: Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Polizeipräsidium Karlsruhe)