
Die Fächerstadt muss sparen – 80 Millionen weniger darf die Stadt in den kommenden Monaten ausgeben. Für viele verwunderlich, dass ausgerechnet die Karlsruher Turmbergbahn für 32 Millionen saniert wird. Im Gegenzug soll ein Kultbad schließen.
„Liste des Grauens“ heißt die Sparliste der Stadt Karlsruhe. Hier listet die Gemeinde die Projekte auf, die von dem neuen, harten Sparkurs am meisten betroffen sind.
Wahrzeichen soll bleiben: Karlsruher Turmbergbahn für 32 Millionen saniert
Sie ist das historische Wahrzeichen der Stadt und zugleich die älteste Seilbahn Deutschlands, doch sie fährt nicht mehr. Nun soll die Karlsruher Turmbergbahn für 32 Millionen saniert werden. Umfassende Umbaumaßnahmen sind notwendig, um die Bahn auf den neuesten Stand der Sicherheit zurückzubringen. 2026 fällt der Startschuss.
Die gute Nachricht: Es gibt einen Zuschuss vom Land. Baden-Württemberg gibt 17,49 Millionen Euro für die Sanierung. Und genau dieser Bescheid war ausschlaggebend für den Startschuss der Sanierung. Mit der Förderung kann sie kommendes Frühjahr starten, und die Turmbergbahn hat eine Zukunft. Ist alles fertig, fährt die Turmbergbahn dann bis zur B3.
Moderner Umbau kostet Millionen – Kritik an der Karlsruher Turmbergbahn
Die nagelneue Talstation, die dort gebaut wird, ist dann an den Öffentlichen Personennahverkehr gebunden. Die neue Bergstation erfährt einen modernen Umbau. Die Technik steht den Fahrgästen in Zukunft barrierearm zur Verfügung, und genau das kostet jede Menge Geld. Millionen gibt es vom Land, aber auch Karlsruhe muss in die klammen Kassen greifen.
Damit hat auch ein beliebtes Ausflugsziel in Karlsruhe wieder eine Zukunft. Doch nicht nur Befürworter hat der Umbau, es gibt auch viele kritische Stimmen, die den Umbau nicht positiv sehen. Man könne mit den vielen Millionen andere gemeinnützige Projekte unterstützen. Im Gegenzug ist die Turmbergbahn ein Wahrzeichen der Stadt, das man nicht fahrlässig aufs Spiel setzen möchte. Sicherlich wird es hier immer wieder unterschiedliche Stimmen geben.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Regierungspräsidium Freiburg, Land Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe)














