Ein groß angelegter Hacker-Angriff betrifft nun über 4000 Bürger. Die Unbekannten haben Zehntausende Patientendaten gehackt. Auch Patienten des Karlsruher Klinikums sind betroffen. Viele fühlen sich durch diese Situation jetzt verunsichert.
Hacker verschafften sich Zugriff auf Tausende von Patientendaten. Allein im Klinikum Karlsruhe betrifft dies über 4000 Bürger. Die Ermittlungen haben begonnen. Der Dienstleister bemüht sich um Schadensbegrenzung.
Hacker erhalten Zugriff auf Patientendaten: Über 4000 Bürger im Klinikum Karlsruhe betroffen
In einer dringenden Angelegenheit wendet sich das Klinikum Karlsruhe jetzt an die Öffentlichkeit. Hacker konnten sich unbefugt Zugriff auf Zehntausende Patientendaten verschaffen. Dabei geht es zum Teil um höchstsensible Daten. Von allen Betroffenen sind der Name, die Adresse sowie das Geburtsdatum bekannt. Allein das Klinikum Karlsruhe ist mit rund 4.100 Patienten betroffen. Bei rund 1.100 der Patienten erhielten die Hacker Zugriff auf weitere sensible Daten wie Gesundheitsdaten. Bei vier Betroffenen gelang es den Hackern sogar, an die IBAN-Nummern zu gelangen.
Deshalb erhalten die Patienten in den nächsten Tagen ein Schreiben vom Klinikum, heißt es von diesem. Darin will man die Betroffenen umfassend informieren sowie auf Tricks und Betrugsmaschen hinweisen. So sollen die Patienten auf keinen Fall auf irgendwelche dubiosen E-Mails oder Briefe reagieren. So fragt das Krankenhaus nie sensible Daten wie Passwörter oder Sonstiges ab.
Diese Bürger sind betroffen: Das sollte man jetzt beachten
Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Betroffen von dem Hacker-Angriff sind jene Patienten, die privat versichert, privat zusatzversichert oder Selbstzahler sind. Um diese Zahlungen steuern zu können, wurde ein externer Dienstleister für die Abrechnungen beauftragt. Und genau auf dessen Server konnten sich die Täter einhacken.
Aufgrund der hohen Sicherheitsschranken gelang der Zugriff auf das Klinikum Karlsruhe nicht. Von dem Hacker-Angriff betroffen sind mehrere Universitätskliniken sowie weitere Krankenhäuser in Baden-Württemberg. Deshalb ging das Klinikum Karlsruhe an die Öffentlichkeit. Zudem behalte man sich weitere Schritte vor, heißt es. Nun sorgen der externe Dienstleister sowie die Krankenhäuser für eine Schadensbegrenzung und warnen die Patienten.
(Quellen: Klinikum Karlsruhe, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














