
Ein Ungezieferbefall mit gesundheitlichem Risiko führt zur Schließung eines beliebten Weinrestaurants bei Karlsruhe. Jetzt steht das Lokal bis auf Weiteres auf der öffentlichen Liste der Lebensmittelkontrolleure.
Das betroffene Weinrestaurant bei Karlsruhe muss sich mit schweren Hygienevorwürfen auseinandersetzen, nachdem Kontrolleure einen massiven Ungezieferbefall dokumentierten.
Sofortmaßnahme: Schließung und Entsorgung
Das Restaurant „Petra’s Food & Wine“ in der Lichtentaler Straße 27 in Baden-Baden ist bekannt für seine ausgefallene Weinauswahl und moderne Küche. Doch am 9. Januar hat es die Lebensmittelüberwachung auf die sogenannte Ekelliste gesetzt. Grund ist eine Beschwerdekontrolle vom 25. November 2025, bei der gravierende Verstöße festgestellt wurden. Kontrolleure der Behörde fanden einen erheblichen Schädlingsbefall vor, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sogenannte Deutsche Schabe handelte. Diese als „Küchenschabe“ bekannte Art ist ein gefürchteter Vorratsschädling. Denn sie kann Salmonellen übertragen und durch ihre Ausscheidungen Lebensmittel kontaminieren. Zudem sind die nachtaktiven Insekten extrem vermehrungsfreudig und verstecken sich vorwiegend in alten, feuchten Gebäuden.
In der Küche des Restaurants wurden lebende und tote Schaben im gesamten Produktionsbereich und direkt auf den Flächen gefunden, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Zusätzlich monierten die Kontrolleure schwerwiegende Hygienemängel: Lachs und Entenbrust waren falsch gelagert, ein Reiskocher stark verschmutzt und Lebensmittel wie Quinoa und Nüsse ungeschützt dem Befallsrisiko ausgesetzt. Aufgrund der akuten Gesundheitsgefahr ordneten die Beamten die sofortige Schließung an. Beanstandete Lebensmittel wurden noch vor Ort entsorgt.
Inhaberin relativiert die Vorwürfe trotz Befall und Hygienemängel
Inhaberin Petra Hofberger relativiert die Vorwürfe: Die Kontrolle habe an einem Dienstagmorgen unmittelbar nach zwei Ruhetagen stattgefunden, als der Koch gerade seine Routinekontrolle begonnen habe. Außerdem seien die beanstandeten Lebensmittel bereits für die Entsorgung vorgesehen gewesen. Den flächendeckenden Schabenbefall führt sie auf die alte Bausubstanz der Gebäude rund um den Augustplatz zurück. Sie betont, regelmäßig einen Kammerjäger zu beauftragen.
Trotz der getroffenen Maßnahmen bleibt der Eintrag auf der Ekelliste zunächst bestehen. Er informiert Verbraucher transparent über die festgestellten Verstöße und unterstreicht die anhaltende Herausforderung, Schädlinge in historischen Gebäudestrukturen dauerhaft zu bekämpfen.
(Quellen: Ekelliste, Hygiene Karlsruhe)














