Verdoppeln: In Karlsruhe sollen mehr Flüchtlingsunterkünfte entstehen

Im Bild zu sehen ist ein Flüchtlingsstrom. Flüchtlinge stehen in einer Schlange neben einem Zug. Sie wollen einsteigen und weiterfahren. Unter den Flüchtlingen und Asylsuchenden sind Erwachsene und Kinder. Im Hintergrund sind Behörden der Polizei aus Deutschland zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/csakisti

Es fehlt einfach an Platz. Das soll sich nun ändern. In Karlsruhe will man jetzt mehr Flüchtlingsunterkünfte schaffen. Nicht nur in diesem Bereich prallen verschiedene Interessen aufeinander.

Immer mehr Flüchtlinge sollen in die Fächerstadt kommen und eine angemessene Unterkunft erhalten. Das Land will deshalb mehr Flüchtlingsunterkünfte in Karlsruhe schaffen und die Zahlen deutlich erhöhen.

Zahlen sollen sich verdoppeln: Noch mehr Flüchtlingsunterkünfte in Karlsruhe

Das Referat 94 ist in Karlsruhe für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig und koordiniert die Aufnahmeeinrichtungen. Es ist die erste Anlaufstelle für alle Flüchtlinge, die im Landkreis Karlsruhe ankommen. Derzeit gibt es drei Standorte. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor in der Durlacher Allee 100. Das ist eine der ältesten Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Karlsruhe, die es in ganz Baden-Württemberg gibt. Hier werden die Menschen zunächst mit dem Nötigsten versorgt. Dazu gehört auch die medizinische Versorgung.

Große Pläne für Flüchtlinge: Mehr Wohnraum schaffen

Nun sind Pläne des Landes Baden-Württemberg durchgesickert, die Kapazitäten für Flüchtlingsunterkünfte im Rahmen der Erstaufnahmestellen in Karlsruhe deutlich zu erhöhen. Es ist sogar von einer Verdoppelung die Rede. Außerdem könnte Karlsruhe seine Sonderrolle verlieren und künftig auch Flüchtlinge dauerhaft unterbringen. Grundsätzlich müssen dafür zunächst ausreichende Kapazitäten in Verbindung mit bezahlbarem Wohnraum geschaffen werden. Angesichts der Absicht der Stadt, finanzielle Mittel drastisch zu kürzen, stößt dies in der breiten Bevölkerung nicht nur auf Zuversicht und Zustimmung. Für viele Bürger fehlt es an allen Ecken und Enden. Da muss eine Menge passieren – nicht nur im Hinblick auf die Flüchtlingsunterkünfte in Karlsruhe und Umgebung.

Lesen Sie auch
Großrazzia in Karlsruhe: Kiloweise Drogen und Bargeld

Dennoch nimmt Karlsruhe bei der Unterbringung von Flüchtlingen bislang eine Sonderrolle ein. Denn im Vergleich zu anderen Großstädten war die Stadt bisher nicht verpflichtet, allen Asylbewerbern auch die notwendige vorläufige Unterbringung zur Verfügung zu stellen. Eine Ausnahme bilden bislang nur die minderjährigen Flüchtlinge, die unter anderem in einem Karlsruher Hotel untergebracht sind. Wie sich dies in Zukunft ändern wird, ist derzeit noch unklar. Es ist aber davon auszugehen, dass man hier eine für alle Seiten tragbare Lösung finden wird.