Waldbrandgefahr steigt: Karlsruhe verschärft jetzt die Regeln

Eine Fotomontage eines Waldes der in Brand steht, sowie einem vom Feuer bedrohten Acker davor. Die Rauchschwaden verteilen sich langsam über das ganze Bild und davor prangt eine rot-weiße Banderole, auf der in Großbuchstaben „Waldbrand Gefahr“ steht.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Die anhaltende Trockenheit und die Höchsttemperaturen sorgen im Landkreis Karlsruhe für wachsende Sorge vor Waldbränden. Das Landratsamt hat daher zusätzliche Schutzmaßnahmen angeordnet. In Wäldern und auf Grillplätzen gelten ab sofort strengere Regeln.

Im Mittelpunkt steht ein umfassendes Verbot von offenem Feuer in den Wäldern des Landkreises. Betroffen sind sämtliche öffentlichen Grill- und Feuerstellen. Sie sind zwar weiterhin als Rast- oder Aufenthaltsplätze nutzbar, das Entzünden von Holzkohle, Holz oder anderen Feuerquellen gilt jedoch als verboten. Das trifft auch auf einen mitgebrachten Grill zu.

Waldbrandgefahr steigt bei Hitze: Karlsruhe verschärft jetzt die Regeln

Hintergrund ist die außergewöhnlich trockene Witterung der vergangenen Wochen. Regen fiel vielerorts nur in geringen Mengen, gleichzeitig trocknen Böden, Wiesen und Waldflächen durch die hohen Temperaturen immer weiter aus. Schon ein kleiner Funke kann unter diesen Bedingungen ausreichen, um zum Beispiel trockenes Gras oder Laub in Brand zu setzen. Breitet sich ein Feuer erst einmal aus, können sich Flammen innerhalb kurzer Zeit auf größere Flächen ausdehnen.

Die neuen Vorgaben ergänzen bestehende Regelungen. Bereits seit dem 1. März gilt in den Wäldern Baden-Württembergs ein Rauchverbot, das jedes Jahr bis Ende Oktober in Kraft ist. Die Behörden weisen nun nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Verstöße gegen die geltenden Vorschriften geahndet werden können. Neben dem Grillverbot appellieren die Verantwortlichen an die Bevölkerung, besonders umsichtig zu handeln. Zigaretten sollten keinesfalls achtlos weggeworfen werden. Auch Fahrzeuge sollten möglichst nicht auf trockenem Gras abgestellt werden. Heiße Fahrzeugteile, etwa der Katalysator oder die Auspuffanlage, können bei direktem Kontakt mit trockener Vegetation ebenfalls Brände auslösen.

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Die aktuellen Maßnahmen zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Bereits in den vergangenen Wochen mussten Feuerwehren in Baden-Württemberg mehrfach zu Flächen- und Vegetationsbränden ausrücken. Mit den angekündigten Temperaturen steigt das Risiko weiter an. Experten rechnen damit, dass die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen noch zunimmt.

Wer einen Waldbrand oder verdächtigen Rauch bemerkt, sollte umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 informieren und den Einsatzkräften den Ort möglichst genau beschreiben. Gerade in der Anfangsphase lassen sich Brände oft noch schnell eindämmen.

(Quellen: Polizei und Feuerwehr Karlsruhe, dpa)