
Mit einer dreisten Masche verschaffen sich Unbekannte Zugang zu Wohnungen älterer Menschen: Falsche Handwerker bei Karlsruhe täuschen Reparaturen vor und erbeuten Bargeld in unfassbar hohem Wert.
Sie klingeln, lächeln, wollen angeblich nur schnell etwas reparieren – doch hinter der freundlichen Maske stecken Betrüger. Falsche Handwerker bei Karlsruhe bringen Senioren um ihre Ersparnisse.
Fremde in der eigenen Wohnung: Dreiste Betrüger erbeuten Bargeld und Schmuck
Es klingelt an der Tür, ein freundliches Lächeln, eine plausible Geschichte: Man müsse dringend etwas reparieren, die Leitungen prüfen, schnell mal nachsehen. Was sich anhört wie ein gewöhnlicher Handwerkertermin, entpuppte sich am Donnerstag für zwei Seniorinnen in Bruchsal und Rheinstetten als Albtraum. Gegen 13:10 Uhr verschaffte sich ein Unbekannter in der Bruchsaler Schloßstraße Zugang zur Wohnung einer 90-Jährigen. Sein Vorwand: angebliche Reparaturen. Die ältere Dame ließ ihn herein. Und der Mann nutzte das Vertrauen schamlos aus. Er täuschte die Frau, durchsuchte die Räume und entkam mit einem dreistelligen Bargeldbetrag und zwei Mobiltelefonen. Zurück blieb eine verunsicherte Seniorin, die erst spät bemerkte, dass sie bestohlen wurde.
Nur gut eine Stunde später der nächste Schock. In Forchheim in der Vogesenstraße klingelten zwei Männer bei einer 81-Jährigen. Sie gaben sich als Wasserwerker aus, auch sie wollten angeblich dringende Handwerksarbeiten erledigen. Wieder öffnete eine ältere Frau ahnungslos die Tür. Nachdem die falschen Handwerker die Wohnung verlassen hatten, traute die Bewohnerin ihren Augen kaum: Mehrere tausend Euro Bargeld waren verschwunden.
Polizei ermittelt und warnt: So schützen wir uns vor den Trickdieben
Ob die beiden Taten zusammenhängen, ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Klar ist: Die Masche ist immer dieselbe. Die Täter spielen mit dem Vertrauen älterer Menschen, wirken freundlich und professionell – und schlagen dann eiskalt zu.
Die Polizei rät dringend: Lasst keine Unbekannten in die Wohnung, besteht auf Ausweisen, holt im Zweifel Nachbarn dazu. Und vor allem: Lasst euch nicht unter Druck setzen. Wer einmal misstrauisch war, hat vielleicht die Ruhe bewahrt, die zwei Seniorinnen an diesem Donnerstag leider nicht hatten.
(Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe, dpa)














