Wut auf EnBW in Karlsruhe: E-Auto-Fahrer gehen auf die Straße

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme einer Ladesäule für Elektroautos, die von EnBW betrieben wird. Auf der Ladesäule befindet sich die blaue Aufschrift "EnBW HyperNetz" auf weißem Untergrund. Auf der anderen Seite steht die Zahl "2" sowie die Aufschrift "150 kW".
Symbolbild © imago/W2Art

Das wollen sich die Menschen absolut nicht gefallen lassen und gehen in Karlsruhe vor der EnBW auf die Straße. Die Demonstranten senden eine eindeutige Botschaft an den Energielieferanten.

Genug ist genug! Mehrere E-Auto-Fahrer brachten sich vor dem EnBW-Gebäude in Karlsruhe in Stellung und demonstrierten gegen die unfairen Bedingungen des Konzerns. Dieser hatte bereits reagiert – jedoch nicht zur Zufriedenstellung der Kunden.

„Absolut nicht kundenfreundlich“: Kunden beschweren sich über die EnBW

In Deutschland gibt es verschiedene Anbieter, über die E-Auto-Fahrer ihre Fahrzeuge laden können. Meistens handelt es sich dabei um lokale Stromanbieter, die entsprechende Verträge mit Kooperationspartnern schließen. Letztere sind dann beispielsweise für den Betrieb der Ladesäulen verantwortlich.

Generell beschweren sich die Besitzer von E-Autos jedoch, dass es weiterhin zu wenig Ladesäulen geben würde. Wer längere Strecken fährt, muss zudem so planen, dass er rechtzeitig eine entsprechende Ladesäule erreicht. Ein Anbieter in Baden-Württemberg ist EnBW. Doch die Kunden sind alles andere als begeistert. Gleich mehrere Kritikpunkte verderben den E-Auto-Fahrern die Laune.

Wut auf EnBW in Karlsruhe – Konzern reagiert anders als erwartet und steigert die Empörung

Rund 70 E-Auto-Fahrer positionierten sich vor der EnBW-Zentrale in Karlsruhe und demonstrierten. Die hochgehaltenen Schilder verdeutlichen genau, was den Autofahrern nicht passt. Unter anderem ist auf einem großen Papp-Schild in dicken Buchstaben zu lesen: „EnBW, beenden Sie den Irrweg! Stoppen Sie Abos und Apps. Günstiges Ad-hoc-Laden für alle Kunden.“ Dieses Schild zeigt eigentlich schon, was das grundsätzliche Problem ist und sagt aus: Die Tarife sind zu teuer, zu kompliziert und einfach ungerecht. Denn: Wer beispielsweise nur schnell sein Fahrzeug laden will und über keinerlei Abos verfügt, zahlt im Schnitt 62 Prozent mehr als diejenigen, die über ein entsprechendes Abonnement verfügen. Zudem sei man gezwungen, sich für das Laden in einer entsprechenden App zu registrieren.

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Die 70 Demonstranten empfinden dies nicht nur als teuer, sondern auch als Zwang und Bevormundung. Außerdem sei es für andere einfach zu kompliziert. Auch die Transparenz als Vergleich verschiedener Tarife der EnBW sei nicht gegeben. Ein weiterer Kritikpunkt: Wer länger unterwegs ist, kann nicht die kürzeste Strecke zum Zielort nehmen, sondern muss sich nach der Position der entsprechenden Ladesäulen richten. Tut man dies nicht, zahlt man noch einmal drauf. Das wollen sich die Kunden einfach nicht gefallen lassen. Der Konzern jedoch sieht dies anders und verweist darauf, dass die Kunden sich ja entsprechend verhalten können. Man habe alle wichtigen Informationen öffentlich zugänglich gemacht. Dies empört die Betroffenen noch mehr.

(Quellen: EnBW, Demonstrationsorganisator, Polizei Karlsruhe, dpa)