Zugriff: Unbekannte hebeln Wohnung in Karlsruhe auf

Zwei vermummte Einbrecher fliehen mit ihrer Beute in einer schwarzen Sporttasche über eine weiße Treppe. Die dunkel gekleideten Männer tragen Masken über dem Gesicht, damit man sie nicht erkennt. Im Karlsruher Raum ist eine neue Einbruchsserie gestartet.
Symbolbild © imago/Zoonar II

Ein Wochenende reichte ihnen. Unbekannte Täter nutzten die Abwesenheit der Bewohner für einen Zugriff auf eine Wohnung in Karlsruhe. Ihr Vorgehen verrät dabei ein klares System.

Fenster aufgehebelt, Tür bearbeitet – in der Karlsruher Weststadt hinterließen unbekannte Einbrecher eine verwüstete Wohnung. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen.

Wo die Stille zerbrach: Der erste Einbruch

Stille. Dann ein leises Splittern, das sich im Lärm der Stadt verliert. Zwischen Samstagmorgen und Sonntagabend schaffen es Unbekannte, sich gewaltsam Zugang zu einer Wohnung in der Karlsruher Weststadt zu verschaffen. Ihr Weg führte sie nicht zur Haustür, sondern zu einem vermeintlich unauffälligen Fenster einer Abstellkammer in der Sophienstraße. Mit Werkzeug hebeln sie es auf. Das erste Hindernis ist überwunden.

Doch im Inneren der Wohnung setzen die Täter ihre Arbeit fort. Ihr nächstes Ziel: die Balkontür. Auch hier versuchen sie, das Schloss mit Gewalt zu überwinden. Metall kratzt auf Metall. Aber dieses Mal hält die Sicherung stand, der Versuch scheitert. Was die Einbrecher in den Stunden davor im Inneren der Wohnung taten, welche Spuren sie hinterließen und was sie möglicherweise mitnahmen, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen und steht vor einem Puzzle aus Tatzeit, Methode und Motiven. Damit ist nur ein Teil der Tat bekannt – das eigentliche Geschehen hinter den Wänden bleibt ein Geheimnis der Einbrecher.

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Stunden im Dunkeln: Die rätselhafte Tatzeit

Die Höhe des entstandenen Schadens – ob durch Diebstahl oder mutwillige Zerstörung – wird aktuell ermittelt. Klar ist nur: Hier wurde in die Privatsphäre und Sicherheit eines Zuhauses brutal eingedrungen.

Die Ermittler konzentrieren sich nun auf das Zeitfenster zwischen Samstag, 9 Uhr, und Sonntag, 18:15 Uhr. In dieser knapp 33-stündigen Phase brach sich das Unheil Bahn. Die Kriminalpolizei Karlsruhe bittet jetzt dringend um Mithilfe. Hat jemand in der Sophienstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet? Ungewöhnliche Geräusche gehört? Jeder noch so kleine Hinweis könnte entscheidend sein. Zeugen melden sich bitte unter der Rufnummer 0721/666-5555 bei der Kriminalpolizei.

(Quellen: Polizeiticker, Stadt Karlsruhe)