Zukunft ungewiss: Karlsruher Freibad kämpft ums Überleben

Ein Luftbild eines Mega-Schwimmbades, in dem viele Badegäste in der Nähe von Karlsruhe planschen, schwimmen und Spaß haben. Die Sonne scheint, die Pool-Anlage ist groß und sauber. Die Eintrittspreise für Schwimmbäder steigen.
Symbolbild © imago/Hans Blossey

Das Rheinstrandbad Rappenwört gehört für viele Karlsruher zum Sommer wie Eis, Sonnencreme und Freibadpommes. Seit Generationen verbringen Familien ihre freien Tage auf dem weitläufigen Gelände am Rhein. Doch trotz seiner langen Tradition steht das beliebte Freibad erneut vor einer ungewissen Zukunft.

Die Finanzierung des Rheinstrandbads Rappenwört für die kommenden Jahre ist weiterhin nicht gesichert. Zwar konnte man das Bad für die Saison 2026 retten, doch die Diskussionen sind längst nicht beendet.

Karlsruher Freibad kämpft ums Überleben – Zukunft bleibt weiter offen

Der Karlsruher Gemeinderat hatte Ende April beschlossen, den Betrieb im Rheinstrandbad Rappenwört zunächst fortzuführen. Möglich wurde das durch zusätzliche finanzielle Mittel der Stadt sowie die Unterstützung des neu gegründeten Fördervereins Rheinstrandbad Rappenwört. Aktuell öffnet das Rheinstrandbad nur von Donnerstag bis Sonntag. Zudem bleibt ein Teil der Anlage geschlossen. Die eingeschränkten Öffnungszeiten und das reduzierte Angebot sollen helfen, Kosten zu sparen.

Das eigentliche Problem liegt jedoch in der Finanzierung der Zukunft. Für einen dauerhaften Betrieb fehlen nach bisherigen Berechnungen weiterhin erhebliche Mittel. Allein für die Saison 2026 musste die Stadt zusätzliche 250.000 Euro bereitstellen, um die Öffnung überhaupt zu ermöglichen. Für die kommenden Jahre wird deshalb intensiv nach einem tragfähigen Konzept gesucht. Bis zum Herbst sollen konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen.

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Traditionsreiche Freibad soll erhalten bleiben – viel Geld ist dafür nötig

Dabei setzen viele Hoffnungen auf den Förderverein. Ehrenamtliche Helfer engagieren sich bereits für das Bad und sollen künftig weitere Aufgaben übernehmen. Das Ziel besteht darin, die Betriebskosten zu senken und das traditionsreiche Freibad langfristig zu erhalten. Ob dieses Modell ausreicht, ist allerdings noch offen. Vertreter der Stadt verweisen darauf, dass das Gelände mit seinen rund 16 Hektar Fläche und mehreren Becken enorme Kosten verursacht. Besonders emotional ist die Debatte deshalb, weil das Rheinstrandbad weit mehr als nur ein Freibad ist. Die Anlage wurde 1929 eröffnet und gilt als eines der größten und landschaftlich schönsten Freibäder Deutschlands.

In wenigen Jahren würde das Bad sein 100-jähriges Bestehen feiern. Für viele Karlsruher ist die Vorstellung einer Schließung daher kaum denkbar. Die kommenden Monate dürften entscheidend werden. Gelingt es Stadt, Förderverein und Politik nicht, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, könnte die Diskussion um die Zukunft des Rheinstrandbads erneut aufflammen. Noch bleibt die Hoffnung auf eine langfristige Lösung. Sicher ist jedoch: Der Kampf um das „Rappele“ ist noch lange nicht vorbei.

(Quellen: Stadt Karlsruhe, Karlsruher Bäderbetriebe, Gemeinderat Karlsruhe, Förderverein Rheinstrandbad Rappenwört)