Zutritt erlaubt: Karlsruher Zoo öffnet nur für Hunde – „Anstürme“

Der Eingang des Karlsruher Zoos bei strahlendem Sonnenschein. Dahinter liegen die Gehege des Karlsruher Zoos mit den verschiedenen Tieren, darunter Eisbären, Affen und Löwen.
Symbolbild © imago/agefotostock

Eine ungewöhnliche Premiere im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe hat am vergangenen Wochenende viele Hundebesitzer und ihre Vierbeiner in die Innenstadt gelockt. Zum zweiten Mal in der Geschichte öffnete der Karlsruher Zoo für die Hunde.

Dieses Ereignis sorgte für überraschend großen Ansturm. Normalerweise sind Hunde im Stadtgarten tabu, um die frei lebenden Vögel und andere Tiere nicht zu stören. Im Rahmen der Hundeaktion wurde diese seit 160 Jahren geltende Regel jedoch temporär ausgesetzt.

Hundeaktion: Hunde dürfen in den Karlsruher Zoo – Anstürme

Wo sonst Besucher aus aller Welt Giraffen, Eisbären und Erdmännchen beobachten, waren am Wochenende vor allem angeleinte Hunde mit ihren Haltern unterwegs. Nach Angaben der Zooleitung nutzten mehrere hundert Hundehalter die Gelegenheit, teilweise gemeinsam mit Familien und Freunden durch die weitläufigen Wege zu spazieren. Die Aktion hatte bereits im November Premiere gefeiert und war damals gut angenommen worden. Aufgrund der positiven Resonanz wiederholte der Zoo das Angebot dieses Mal.

Der Zulauf war so groß, dass an den Eingängen und entlang der Wege engere Kontrollen der Regeln nötig wurden. Zoobesucher mussten ihre Tiere an der kurzen Leine führen. Hundebesitzer erhielten an den Kassen zusätzlich Kotbeutel, um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner sofort zu entsorgen. Der Eintritt für Hunde wurde mit fünf Euro pro Tier festgelegt, um das besondere Wochenende zu finanzieren und ein geordnetes Erlebnis zu gewährleisten.

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Hundebesitzer sind begeistert – Zoo in Karlsruhe öffnet für die Vierbeiner

Zoodirektor Matthias Reinschmidt zeigte sich erfreut über diese Entwicklung. Die Aktion habe gezeigt, dass verantwortungsbewusste Hundebesitzer und Zoobesucher gut miteinander auskommen können. Gleichzeitig betonte er, dass es sich weiterhin um eine Ausnahme handelt. In der aktuellen Winterzeit ist der Besuch mit Hund möglich, da viele besonders empfindliche Tiere dann außerhalb der Alltagsbereiche des Zoos untergebracht sind. Mit Beginn der Brut- und Paarungszeit im Frühjahr wird das Angebot jedoch wieder eingestellt, um die heimischen Vögel nicht zu stören.

Für viele Teilnehmer war der Tag eine gelungene Mischung aus Freiluft-Erlebnis und sozialer Begegnung. Fotos von neugierig an Gehegescheiben stehenden Hunden verbreiteten sich in den sozialen Medien rasend schnell, und zahlreiche Hundebesitzer kündigten an, das Angebot in Zukunft erneut zu nutzen, sollte der Zoo weitere Aktionen dieser Art planen.

(Quellen: Eigene Recherche der Ka-Insider-Redakteure, Zoo Karlsruhe)