Zwei Blackouts legen zahlreiche Haushalte bei Karlsruhe lahm

Ein rot-gelbes Warnschild mit einem Strommast drauf zeigt das Wort "Blackout" an, um vor einem Stromausfall zu warnen. Außerdem befindet sich ein durchgestrichener Blitz auf dem Schild. Im Großraum Karlsruhe kam es erneut zu einem XL-Blackout.
Symbolbild © imago/ IlluPics

Innerhalb weniger Tage trafen zwei Blackouts dieselbe Gemeinde in der Nähe von Karlsruhe. Diese Stromausfälle offenbaren, wie schnell und aus einfachen Gründen die Versorgung kollabieren kann.

Nach zwei Blackouts nahe Karlsruhe stellt sich die Frage nach der Vorbereitung für den Ernstfall. Einige einfache Vorkehrungen können bereits für grundlegende Sicherheit sorgen.

Erst ein Kabelschaden, dann der Baum: Das Netz brach direkt zweimal zusammen

Innerhalb von gerade mal fünf Tagen wurde Eggenstein-Leopoldshafen gleich zweimal von einem Stromausfall getroffen. Der erste Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Donnerstag gegen 8:16 Uhr im Donauring. Ursache war ein simpler technischer Defekt: eine defekte Hausanschlussmuffe im Niederspannungsnetz. Die Reparatur zog sich bis in den frühen Nachmittag hin.

Doch kaum war die Erinnerung an diese Störung verblasst, folgte der nächste Schlag. Am Montagmorgen gegen 8:37 Uhr stürzte bei Baumfällarbeiten ein Ast in eine Mittelspannungs-Freileitung. Wieder fiel der Strom für zahlreiche Haushalte aus. Die jüngsten Blackouts bei Karlsruhe dienen somit als eindringliche Mahnung, wie schnell die moderne Infrastruktur ausfallen kann – und wie wichtig eine persönliche Grundvorsorge ist. Ob durch Unfälle oder technisches Versagen: Ein Stromausfall ist nicht eine Frage des „Ob“ sondern „Wann“.

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Anstatt einfach nur zu hoffen: So bereitet man sich konkret vor

Während die Netzbetreiber meist schnell wieder liefern können, ist eine persönliche Grundvorsorge sinnvoll. Das fängt mit unabhängigen Licht- und Informationsquellen an: Batteriebetriebene Lampen und ein Radio sind essenziell, um nicht im Dunkeln zu sitzen und amtliche Meldungen zu hören. Für die Kommunikation helfen zudem geladene Powerbanks.

Zur Grundversorgung gehören ein Vorrat an Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln und ein Campingkocher für den Außenbereich. Bargeld sollte griffbereit sein, da bei einem Blackout elektronische Zahlungssysteme ausfallen. Die örtlichen Gemeinden halten Informationen zu Notfalltreffpunkten bereit, die im Krisenfall als Anlaufstellen dienen. Diese wenigen Vorkehrungen können im Ernstfall entscheidend sein.

Die wiederholten Ausfälle in Eggenstein-Leopoldshafen dienen als eine Art Weckruf. Sie demonstrieren, dass die Stromversorgung selbst im Alltag störanfällig ist. Eine individuelle Vorsorge verwandelt dabei die Ohnmacht in handfeste Sicherheit.

(Quellen: Linkenheim-Hochstetten, Stadtwerke, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)