Zwei Leistungsträger weg: Vor diesen Baustellen steht der KSC

Zwei Spieler des Karlsruher SC kämpfen gemeinsam um den Ball. Sie befinden sich beide im Training und in Vorbereitung auf die Spiele der zweiten Bundesliga. Zu sehen sind Marcel Beifus und Luca Pfeiffer.
Symbolbild © imago/Maximilian Koch

Die Sommerpause hat kaum begonnen, da steht der Karlsruher SC bereits vor wichtigen Entscheidungen. Mit David Herold und Fabian Schleusener verlassen zwei Spieler den Verein, die in den vergangenen Jahren zu den prägenden Figuren im Kader gehörten. Während Herold den Sprung in die Bundesliga wagt, endet bei Schleusener eine lange und erfolgreiche Zeit im KSC-Trikot. Für die Verantwortlichen beginnt nun die Suche nach Lösungen.

Besonders schmerzhaft dürfte der Verlust von David Herold sein. Der Linksverteidiger entwickelte sich in den vergangenen drei Jahren zu einem absoluten Stammspieler und verpasste in der laufenden Saison lediglich eine Partie aufgrund einer Gelbsperre. Borussia Mönchengladbach zieht den 23-Jährigen dank einer vertraglich vereinbarten Ausstiegsklausel in die Bundesliga. Für den KSC bedeutet das nicht nur den Verlust eines Leistungsträgers, sondern auch eine große Lücke auf der linken Abwehrseite.

Vor diesen Baustellen steht der KSC – Lücken in der Mannschaft

Mindestens ebenso emotional ist der Abschied von Fabian Schleusener. Der Stürmer wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und verlässt den Verein nach insgesamt sechs Jahren. In 216 Pflichtspielen erzielte der Angreifer 71 Tore und bereitete weitere 24 Treffer vor. KSC-Sportchef Mario Eggimann bezeichnete ihn zuletzt als Identifikationsfigur des Vereins. Mit seinem Weggang verliert der KSC nicht nur Erfahrung, sondern auch einen wichtigen Führungsspieler in der Offensive.

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Damit ergeben sich für die Kaderplaner gleich mehrere Baustellen. Die offensichtlichste betrifft die Linksverteidiger-Position. Herold war dort gesetzt und gehörte zu den konstantesten Spielern im Kader. Einen direkten Nachfolger hat der Verein bislang nicht präsentiert. Ebenso dringend dürfte die Suche nach Verstärkung im Sturm sein. Schleuseners Tore, seine Erfahrung und seine Präsenz auf dem Platz lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.

Neuzugänge für den Karlsruher SC – neues Kader muss geformt werden

Offiziell hat der KSC bislang keinen Nachfolger vorgestellt. Entsprechend halten sich die Verantwortlichen mit Aussagen zu möglichen Neuzugängen zurück. Fest steht lediglich, dass die Kaderplanung in vollem Gange ist. Dabei hilft dem Verein die wirtschaftlich stabile Ausgangslage. Der KSC erhielt die Lizenz für die kommende Saison erneut ohne Auflagen und kann die Personalplanung somit auf einer soliden Grundlage vorantreiben.

Für die Fans beginnt damit ein spannender Transfersommer. Während die Abgänge von Herold und Schleusener feststehen, bleibt die Frage offen, wer künftig ihre Rollen übernehmen wird. Klar ist schon jetzt: Die Verantwortlichen müssen wichtige Entscheidungen treffen, damit der KSC auch in der kommenden Saison konkurrenzfähig bleibt. Die größten Baustellen sind bekannt – nun geht es darum, die passenden Lösungen zu finden.

(Quellen: Karlsruher SC, DFL, dpa)