
Süddeutschland bietet viele Attraktionen, doch hier gab es nun einen überraschenden Stopp. Nach einem Zwischenfall im Karlsruher Zoo musste eine beliebte Attraktion ausfallen. Aber es gibt auch eine erfreuliche Entwicklung.
Der Karlsruher Zoo zählt zu den beliebtesten Attraktionen in Süddeutschland. Vor allem eine Sache lockt hier jedes Jahr viele Besucher an. Nun gab es vor Ort einen Ausfall – doch kurz darauf auch eine gute Nachricht.
Was hinter dem Ausfall im Zoologischen Stadtgarten in Karlsruhe steckte
Ein ungewohntes Bild erwartete Besucher des Zoologischen Stadtgartens am vergangenen Montag: Statt langsam über den See zu gleiten, blieb die Gondoletta vorübergehend an Land. Eine Weide war in den Stadtgartensee gestürzt und musste zunächst beseitigt werden. Für die Stadt bedeutete das mehr als einen kurzen Aufräumjob. Ein Autokran, eine vorbereitete Zufahrt und sogar eine Seilklettergruppe waren nötig, um den Baum sicher zu bergen.
Die Bergung wurde nicht einfach über die nächstbeste Stelle abgewickelt. Zwischen zwei Platanen entstand ein baumverträglicher Korridor, damit der Kran sicher eingesetzt werden konnte. Anschließend entfernte man die Weide vollständig. Für Besucher steckt darin eine interessante Nebeninformation: Das Karlsruher Gartenbauamt kontrolliert seine Bäume regelmäßig und wechselt dabei zwischen belaubtem und unbelaubtem Zustand. Zusätzlich gibt es tägliche Sichtkontrollen auf Wegen und in Zugangsbereichen.
Gondoletta Karlsruhe wieder geöffnet – dann zeigt sich der entscheidende Befund
Nach der Entfernung folgte eine Sicherheitsfahrt der Gondoletta. Erst danach wurde die beliebte Attraktion wieder freigegeben. Der überraschende Befund lag jedoch im Baum selbst: Bei der Weide war am Wurzelstock eine Fäule erkennbar. Laut Gartenbauamt deutet die Art der Holzzersetzung auf einen möglichen Befall mit dem Brandkrustenpilz hin. Dieser kann sich über längere Zeit unbemerkt ausbreiten und muss nicht sofort sichtbare Schwächezeichen verursachen.
Das erklärt auch, weshalb die Weide bei der Kontrolle im Mai 2025 äußerlich vital wirkte. Sie war wegen ihrer Neigung zum See bereits vor rund drei Jahren zurückgeschnitten worden; ein weiterer Kronenschnitt war für den kommenden Winter vorgesehen. Für Besucher gilt deshalb weiterhin: Bereiche mit frisch umgestürzten oder beschädigten Bäumen sollten nicht betreten werden, selbst wenn zunächst keine offensichtliche Gefahr erkennbar ist. Die Stadt warnt nach Unwettern ausdrücklich vor instabilen Bäumen und herabhängenden Ästen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Zoo Karlsruhe)














