
Eine schlechte Nachricht für die 100 Angestellten, die bis zum Schluss gehofft hatten: Eine Autohaus-Kette macht sieben Filialen dicht. Eine andere Chance für die Standorte gibt es nicht mehr.
Sie hatten gehofft und gebangt. Am Ende war doch alles umsonst. Sieben Filialen einer Autohaus-Kette machen nun dicht. Rund 100 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz.
Pleitewelle fordert weitere Opfer: Branche schlittert tiefer in die Krise
Dass die Autobranche in Deutschland in einer Krise steckt, ist seit Monaten schon keine Neuigkeit mehr. Die großen Autobauer bleiben weit hinter den Umsatzerwartungen zurück. Konkurrenz aus Fernost und US-amerikanische Zölle machen den Unternehmen das Leben zusätzlich schwer. Verlieren die großen Autohersteller an Boden, trifft dies direkt auch die Zulieferbetriebe, die die entsprechenden Teile herstellen und an die Vertragspartner ausliefern.
Doch es gibt noch weitere Verlierer in der Krise: die Autohäuser. Egal, ob groß oder klein, lange auf dem Markt oder noch relativ jung: Es trifft sie alle und keiner ist vor den Auswirkungen der Krise geschützt. Jetzt hat es eine weitere Autohaus-Kette getroffen.
Autohaus-Kette macht sieben Filialen dicht: Für 100 Angestellte das Ende
Die Krise ist nun auch bei der Autohaus-Kette Autolöwen GmbH aus Schwäbisch Hall angekommen. Im April hatte die Gruppe Insolvenz angemeldet. Am 1. Juli eröffnete das zuständige Amtsgericht das Insolvenzverfahren. Betroffen waren rund 130 Mitarbeiter. Zuvor hatte die Kette bereits 50 Angestellte mit Aufhebungsverträgen entlassen. Für einen einzigen Standort, die Filiale in Aalen mit 33 Mitarbeitern, hat sich ein Käufer gefunden. Die Widmann-Gruppe hat diesen übernommen und die Angestellten gleich mit. Alle behalten ihren Job und auch die Ansprechpartner bleiben dieselben.
So viel Glück hatten die ca. 100 Angestellten in den Filialen in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Heilbronn, Ludwigsburg und Öhringen nicht. Alle Standorte müssen aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Man habe im Vorfeld Kontakt zu rund 200 Interessenten aufgenommen. Ernste Angebote kamen jedoch nur neun. Für die Filialen in Heilbronn und Ludwigsburg gab es nicht einmal ein Angebot. Neben der deutlichen Kaufzurückhaltung von Privat- und Gewerbekunden nennt die Gruppe noch weitere Gründe für das Aus. Hohe Energie-, Personal- sowie Kraftstoffkosten setzen den Unternehmen generell zu. Bleiben dann die Umsätze aus, ist es vorbei.
(Quellen: Automobilwoche, Schwäbische Post, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














